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Hochzeitskrug/"jarra de la novia"

Ident. Nr.: N (8 N) 41/2021

ObjID: obj:2730474

Details (Expert)

Datierung
Herstellung: 2021
Geografische Bezüge
Material / Technik
Ton; gebrannt, glasiert und bemalt
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 27 x 25 x 19 cm

Objektbeschreibung

Handgetöpferter und bemalter sogenannter Hochzeitskrug (jarra de la novia) mit weißer Glasur und buntem Blumendekor. Diese werden in Lorca/Spanien traditionell am Hochzeitstag eingesetzt. Aus den fünf Ausbuchtungen am oberen Rand trinken die fünf wichtigsten Beteiligten: Braut, Bräutigam, Priester und Trauzeug*innen oder Pat*innen. Der Hochzeitskrug stammt aus der Werkstatt Lario, einer der renommiertesten Töpfereien Spaniens. Die Werkstatt ist unter anderem für ihre Brautkrüge bekannt. Sie selbst „erfand“ diese Tradition vor über 200 Jahren. Traditionell werden die Krüge mit Blumen bemalt. Da sie nur auf Bestellung und individuell angefertigt werden, veränderte sich das Dekor im Laufe der Zeit. Heute ist es oft minimalistischer als früher. Nach dem Hochzeitstag verbleibt der Brautkrug als Dekoration im Haushalt des Paares.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."