Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- 1911
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 68,8 x 93,3 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2733420
Objektbeschreibung
Die „moderne Eva“ wendet sich ab von dem Mann, der sie auf Knien anfleht, zu bleiben. Auch der Versuchung in Form einer übergroßen Schlange winkt sie lächelnd ab. Hat diese Frau sich von ihrer gesellschaftlich vorbestimmten Rolle als Ehegattin und Hausfrau befreit? Die im Plakat beworbene Operette von Jean Gilbert, 1911 in Berlin uraufgeführt, handelt von einer raren Spezies: der emanzipierten Berufstätigen. Sie sträubt sich zunächst, ihre Eigenständigkeit für die Ehe aufzugeben. Doch das Ende ist ernüchternd: Sie kommt zu dem Schluss, den für sie vorgesehenen Platz besser nicht zu verlassen. Der Umsturz der traditionellen Hierarchie der Geschlechter – um 1900 bereits als sanfte Bedrohung thematisiert – wird abgewendet.
Ein gefördertes Projekt ermöglichte 2021/22 erstmals die digitale Bestandsaufnahme aller Plakate und Plakatentwürfe aus den Jahren 1840 bis 1914 in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. In ihrer internationalen Vielfalt eröffnen die Plakate ein Panorama der visuellen Kommunikation: Sie illustrieren Design-, Reklame- und Druckgeschichte am Übergang von Historismus und Jugendstil zum Sachplakat, stellen zugleich aber auch wertvolle Dokumente der Zeit- und Kulturgeschichte dar.
Das Digitalisierungsprojekt wurde durch die Deutsche Digitale Bibliothek im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten Programms NEUSTART KULTUR ermöglicht.
Der Text ist Teil der Online-Ausstellung „Verklärt, begehrt, vergessen – Frauen in der frühen Plakatgestaltung“, die aus einer ersten Auswertung der nun vollständig erfassten Bestände entstand. Sie versteht sich als Anregung für weitere Forschungen, vor allem zu den bislang wenig bekannten Namen weiblicher Gestalterinnen.
Ein gefördertes Projekt ermöglichte 2021/22 erstmals die digitale Bestandsaufnahme aller Plakate und Plakatentwürfe aus den Jahren 1840 bis 1914 in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. In ihrer internationalen Vielfalt eröffnen die Plakate ein Panorama der visuellen Kommunikation: Sie illustrieren Design-, Reklame- und Druckgeschichte am Übergang von Historismus und Jugendstil zum Sachplakat, stellen zugleich aber auch wertvolle Dokumente der Zeit- und Kulturgeschichte dar.
Das Digitalisierungsprojekt wurde durch die Deutsche Digitale Bibliothek im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten Programms NEUSTART KULTUR ermöglicht.
Der Text ist Teil der Online-Ausstellung „Verklärt, begehrt, vergessen – Frauen in der frühen Plakatgestaltung“, die aus einer ersten Auswertung der nun vollständig erfassten Bestände entstand. Sie versteht sich als Anregung für weitere Forschungen, vor allem zu den bislang wenig bekannten Namen weiblicher Gestalterinnen.
Letzte Aktualisierung: 04.05.2026
Kontakt
Einrichtung:
Kunstbibliothek
E-Mail:
kb@smb.spk-berlin.de