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Gismonda Sarah Bernhardt Théatre de la Renaissance

Ident. Nr.: 2748379

ObjID: obj:2748379

Details (Expert)

Beteiligte
Alfons Maria Mucha (1860 - 1939),
Entwerfer*in
Imprimeries Lemercier (1828–1901),
Drucker*in
Datierung
1894
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Höhe x Breite: 216,8 x 73 cm

Objektbeschreibung

Die Schauspielerin Sarah Bernhardt arbeitete für dieses Plakat mit Alfons Mucha zusammen. Seine Plakate machten die Schauspielerin ebenso wie Mucha selbst zu Ikonen des Jugendstils. Wie eine Statue verkörpert Bernhardt hier zeitlose Schönheit, die wichtiger erscheint als ihr schauspielerisches Können. Der Werbedruck für die Inszenierung des griechischen Dramas „Gismonda“ im Pariser Theatre de la Renaissance war das erste einer Reihe von sieben Plakaten Muchas mit Bernhardt als Titelfigur. Die eigenständig entwickelte und dargebotene Bühnenkunst der weiblichen Bühnenstars ist kreativer Ausdruck einer Unabhängigkeit und Selbstermächtigung, die außerhalb der darstellenden Künste rar war. Sie ist auch eine Form der Rebellion gegen eine Reduzierung der Frau zum Objekt des männlichen Blicks, Rampenlicht hin oder her. Diese Stars waren mehr als nur die Musen von Plakatkünstlern wie Alfons Mucha oder Henri de Toulouse-Lautrec – ein Aspekt, der bis heute in der Plakatgeschichte allzu schnell in Vergessenheit gerät.
Ein gefördertes Projekt ermöglichte 2021/22 erstmals die digitale Bestandsaufnahme aller Plakate und Plakatentwürfe aus den Jahren 1840 bis 1914 in der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin. In ihrer internationalen Vielfalt eröffnen die Plakate ein Panorama der visuellen Kommunikation: Sie illustrieren Design-, Reklame- und Druckgeschichte am Übergang von Historismus und Jugendstil zum Sachplakat, stellen zugleich aber auch wertvolle Dokumente der Zeit- und Kulturgeschichte dar.

Das Digitalisierungsprojekt wurde durch die Deutsche Digitale Bibliothek im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten Programms NEUSTART KULTUR ermöglicht. (Text: Christina Thomson, Christina Dembny)

Letzte Aktualisierung: 04.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstbibliothek

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