Logo

Der Abstieg der Verdammten in die Hölle, Bl. 4 aus: Die vier letzten Dinge

Ident. Nr.: 840-11

ObjID: obj:2800404

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Hendrick Goltzius (1558 - 1617),
Stecher*in
Entwurf: Jan van der Straet (1523-1606),
Zeichner*in
Ausführung: Philipp Galle (1537-1612),
Verleger*in
Datierung
Herstellung: 1578
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der Abstieg der Verdammten in die Hölle, Bl. 4 aus: Die vier letzten Dinge
Die vier letzten Dinge
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Durchmesser: 26,5 cm
Blattmaß: 27,5 x 27,5 cm

Objektbeschreibung

In vier Rundbildern thematisierte der Haarlemer Stecher Hendrick Goltzius das Jüngste Gericht. Neben der Auferstehung der Toten, der Teilung in Selige und Verdammte sowie der Himmelfahrt der Seligen zeigt das vierte Blatt die Sünder, die ins ewige Feuer gestoßen werden (Matt. 25:30, 25:41). Höllenbilder, gerade in der niederländischen Kunst seit Bosch sehr beliebt, eigneten sich besonders für eine fantasievolle Gestaltung, gehörten doch Monster und dämonische Tiere, die Angst und Schrecken verbreiten, zu ihrem Personal. Darstellungen der Unterwelt sind seit der Antike bekannt, die ersten christlichen Höllenszenen finden sich in der karolingischen Buchmalerei. In der gotischen Kathedralskulptur ebenso wie in der mittelalterlichen Tafelmalerei vervielfältige sich das Motivrepertoire.

Letzte Aktualisierung: 16.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Sankt Peter von Südosten

Sankt Peter von Südosten

Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)