Ornamentaler Fries mit geflügeltem Zentaur, der ein Feuer entzündet
Ident. Nr.: 377-18
ObjID: obj:2800409
Details (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Herstellung: wohl 1530er Jahre
- Material / Technik
- Radierung
- Abmessungen
- Blattmaß: 13,3 x 30,0 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/2800409
Objektbeschreibung
Beide Blätter entstanden nach Zeichnungen (1524–1527) von Parmigianino, die sich heute im Louvre (Paris) und in der Royal Collection (Windsor) befinden. Die gezeichneten Vorlagen gehen wiederum auf eine Fassadendekoration von Baldassare Peruzzi zurück. Im Zentrum steht jeweils ein Zentaur, ein Mischwesen aus Pferd (hier eher Löwe) und Mensch, der eine geflügelt, der andere mit Tatzen, die aus Blättern gebildet sind. Beide sind umgeben von geflügelten Genien und verwachsen mit Akanthusranken zu einem Ornament, der bevorzugten Gattung für freie, fantasievolle Gestaltungen. Zentauren galten in der antiken Mythologie als unbeherrscht und lüstern, sie verkörperten die instinkthafte, ungezähmte Seite des Menschen. Nur der Zentaur Cheiron galt als weise, gütig und der Heilkunst mächtig.
Letzte Aktualisierung: 16.12.2025
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Einrichtung:
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