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Adam und Eva (Vertreibung aus dem Paradies), aus: "Die Bibel in Bildern", Leipzig, zw. 1852 und 1860, Tafel Nr. 10

Ident. Nr.: 763-65

ObjID: obj:2812390

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Julius Schnorr von Carolsfeld (1794 - 1872),
Zeichner*in
Ausführung: Gustav Richard Steinbrecher (25.3.1828–4.3.1887),
Holzschneider*in
Ausführung: Georg Wigand (1808–1858),
Verleger*in
Material / Technik
Holzstich auf Chinapapier
Abmessungen
Blattmaß: 28,8 x 32,7 cm
Plattenrand: 21,8 x 26 cm

Objektbeschreibung

Für Die Bibel in Bildern ließ der Verleger Georg Wigand 240 Entwürfe von Julius Schnorr von Carolsfeld durch verschiedene Stecher umsetzen. Ihre Signaturen finden sich jeweils in der unteren rechten Ecke. 1860 erschien eine Prachtausgabe auf Chinapapier, der auch dieses Blatt entstammt.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)