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Schlacht der Skelette, aus der Folge: Pour Raillerie

Ident. Nr.: 407-130

ObjID: obj:2822486

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Johann Rudolf Schellenberg (4.1.1740–6.8.1806),
Radierer*in
Datierung
Herstellung: 1772
Weitere Titel
Sammlungstitel: Schlacht der Skelette, aus der Folge: Pour Raillerie
Pour Raillerie
Material / Technik
Radierung
Abmessungen
Blattmaß: 9,7 x 12,5 cm
Plattenrand: 7,7 x 10,5 cm

Objektbeschreibung

Der Schweizer Maler, Graphiker und Insektenforscher Schellenberg schuf naturhistorische Illustrationen zu Abhandlungen von Johann Heinrich Sulzer, Johannes Gessner oder Johann Caspar Lavater, aber auch zu Fabeln und zur Bibel. Die Folge Pour Raillerie (Zum Spott) ist eine satirische Fingerübung: Schellenberg, der ein hervorragender Karikaturist war, entwarf fantastische Kombinationen von Mensch- und Tiergestalten mit realistischen Details. Er nahm charakteristische Verhaltensweisen aufs Korn und hielt dem Betrachter einen Spiegel vor: Herausgeputzte Affen kommen direkt von Paris, eine schnatternde Menge führt sich wie eine Schar Gänse auf, Skelette ziehen in die Schlacht. Der lesende „Poet“ mit Hirschkäferkopf nimmt Kafkas Erzählung Die Verwandlung von 1912 vorweg.

Letzte Aktualisierung: 16.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)