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Die Opferung Isaaks (Gen. 22,1-12) in einer figürlichen Bordüre

Ident. Nr.: KdZ 2819

ObjID: obj:2872468

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Jacob Jordaens (1593-1678),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1650
Abweichende Datierung: 1653-1665
Abweichende Datierung: später 1640er Jahre
Provenienz
Kauf: Vincenzo Pacetti (1746-1820),
nach 1799 - 1820
Nachlass/Vermächtnis: Michelangelo Pacetti (1793-1865),
1820–1843
Abmessungen
Blattmaß: 37,6 x 28,9 cm
Wasserzeichenmaß: 45 x 43 mm (Fragment)
Erwerbung
1844 von Michelangelo Pacetti, Rom, angekauft

Objektbeschreibung

Im Alten Testament prüft Gott den Glauben Abrahams, indem er fordert, seinen Sohn Isaak zu opfern. Abraham gehorcht, doch ein Engel hält ihn im letzten Moment auf. Sein unbedingtes Gottvertrauen wird als erwiesen angesehen und ein Widder, hier zu Füßen Abrahams, wird stattdessen geopfert. 
Der dramatische Moment wurde häufig in der Kunst dargestellt, er eignete sich hervorragend, um einerseits die Dynamik des Augenblicks darzustellen und andererseits die Verzweiflung Abrahams zwischen Gottesgehorsam und Vaterliebe einzufangen. Auf der Zeichnung fällt ihm der Engel regelrecht in den Arm, der bereits zum entscheidenden Schlag ausgeholt hat. Isaak sitzt als Opfer mit gebeugtem Kopf auf dem Altar. 
Die üppige Bordüre um die Szene mit Symbolen für Glaube (Anker) und Nächstenliebe (Flasche, Brot) deutet auf einen Tapisserie-Entwurf hin. Ein früher datiertes Gemälde (1625/26) von Jordaens mit demselben Thema in abgewandelter Komposition befindet sich in der Pinacoteca di Brera, eine weitere Zeichnung im Louvre in Paris. Die Albertina in Wien verwahrt eine Allegorische Konsolfigur einer alten Frau mit Suppe, Laterne und geflügeltem Hut, die derjenigen am oberen Rand in der Mitte ähnelt. Ihre Bedeutung ist nicht entschlüsselt. Die Wiener Zeichnung trägt eine Sammleraufschrift in derselben Hand wie die Berliner Zeichnung.

Letzte Aktualisierung: 10.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett