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Sequostat

Ident. Nr.: N (49 B) 53/2022

ObjID: obj:2952447

Details (Expert)

Beteiligte
VEB Jenapharm (1950),
Hersteller*in
Datierung
1989
Geografische Bezüge
Material / Technik
Karton, Druck, Blisterpackungen
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: Verpackung 4,5 x 10 x 3 cm
Erwerbung
Franka Schneider, Erstbesitzerin

Objektbeschreibung

Papierschachtel in hellgelb und hellgrün mit schwarzer Beschriftung auf Vorder- und Rückseite: "Sequostat(R) Kontrazeptivum" "6x21 Dragees / je 6+15 Dragees", "VEB Jenapharm". Auf einer Seite Angaben zu den Inhaltsstoffen der Dragees, auf der anderen Seite der Hinweis, den Beipackzettel zu beachten. Auf der Öffnungslasche der Prägestempel "230689" sowie "5 Jahre verwendbar", auf der gegenüberliegenden Lasche der Aufdruck "Sequostat(R) / Made in GDR".

Inliegend befinden sich vier silberfarbene Blister mit jeweils 21 Dragees, die auf der Rückseite des Blisters durchnummeriert und mit Pfeilen markiert sind. Jeweils 6 der Dragees sind gelb, die anderen 15 grün. Beigefügt ist ein Beipackzettel, der Hinweise zur Einnahme des Kontrazeptivums enthält.

Das erste hormonelle Kontrazeptivum Europas kam 1961 in Westdeutschland unter dem Namen "Anvolar" auf den Markt. Die "Anvolar" wurde als "Antibabypille" nur verheirateten Frauen mit Kindern verschrieben. In Ostdeutschland vermarktete der VEB Jenapharm ab 1965 die "Ovosiston". Sie wurde nach kurzer Zeit als "Wunschkindpille" kostenlos an Frauen abgegeben. Die "Sequostat", ebenfalls vom VEB Jenapharm entwickelt, wurde 1984 zugelassen.

Die "Sequostat" ist eine kombinierte Pille, das heißt sie enthält eine Kombination aus Östrogenen und Gestagenen, die eine Schwangerschaft simulieren und somit die Empfängnis verhindern sollen. Zunächst werden die 6 gelben Dragees, anschließend die 15 grünen Dragees eingenommen. Dem folgt eine siebentägige Einnahmepause, in der eine Hormonentzugsblutung einsetzt.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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