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Athena

Ident. Nr.: 1912,49

ObjID: obj:2986420

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Johann Peter Melchior (1747–1825),
Bildhauer*in
Ausführung: Höchster Porzellanmanufaktur (1746),
Hersteller*in
Datierung
um 1775
Geografische Bezüge
faktischer Entstehungsort: Höchst
Material / Technik
Porzellan, glasiert
Abmessungen
Höhe: 32 cm

Objektbeschreibung

Inventareintrag: Porzellanfigur, Pallas Athene, weiß glasiert. Stehend, Oberkörper stark nach links, Kopf nach rechts gewandt. Die Linke auf den ovalen Schild gestützt, vor dem die Eule sitzt, in der Rechten die Lanze. Bebuschter Helm, Lederkoller, aufgeschürztes Gewand, flatternder Mantel, Grassockel. (Obere Hälfte der Lanze abgebrochen)
Marke (gezeichnetes) Rad in Blau, eingeritzt: 8 W No 4

Die Figur wurde während des II. Weltkrieges zerstört und konnte nur fragmentiert geborgen werden.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Drehleierspieler

Drehleierspieler

Stehende männliche Figur auf einer Plinthe mit abgeschrägten Ecken. Der bärtige Mann trägt einen Hut, einen blauen Umhang, einen grauen Wams, dunkelrote Kniebundhosen und Schnallenschuhe. Er spielt eine Drehleier, die er mit dem linken, leicht angewinkelten Bein stützt. // Der Künstler, Georges Pull, war Naturforscher und Keramiker. Er war fasziniert von den Arbeiten des französischen Keramikers Bernard Palissy (1510-1589/90), dessen Werke sich im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit erfreuten und auch gefälscht wurden. Pull hingegen hat die Werke Palissys nachempfunden und technisch noch übertroffen, er hat sie nicht einfach kopiert und hatte auch keine fälscherischen Absichten. Er signierte seine Keramiken mit dem Stempel "PULL", was auch bei dem Drehleierspieler der Fall ist. Die Figur ist eine vergrößerte Kopie der Statuette "joueur de vielle", die im 19. Jahrhundert als Arbeit von Palissy galt und von der sich mehrere Ausformungen im Pariser Louvre befinden. Heute gilt die Statuette als anonyme Arbeit des frühen 17. Jahrhunderts aus der Region um Fontainebleau, Paris, Avon, siehe https://collections.louvre.fr/en/ark:/53355/cl010114355Barbara Mundt schreibt in ihrem 1973 erschienenen Katalog des Berliner Kunstgewerbemuseums zum Historismus: "Pulls erklärtes Leitbild war das keramische Werk Palissys, wobei sein Interesse sich auf die Farbglasuren konzentrierte. Intensive Studien in den Sammlungen des Louvre gingen Hand in Hand mit wissenschaftlichen Experimenten. Es gelang Pull schließlich, dünnere, höher brennbare und damit härtere sowie glanzvollere Glasuren mit einer größeren Zahl von Farben hervorzubringen als sein großes Vorbild." (zu Kat. Nr. 199).ClKa