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Aristoteles und Alexander von Aphrodisias

Ident. Nr.: W-1966,146

ObjID: obj:3013130

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Ulocrino,
Bildhauer*in
Datierung
1. Viertel 16. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Material / Technik
Blei
Abmessungen
Höhe x Breite: 7,3 x 5,7 cm

Objektbeschreibung

"Aristoteles sitzt rechts am Boden unter einem Baum, auf den vor ihm stehenden Alexander von Aphrodisias weisend. Die mit langen Gewändern bekleideten bärtigen Greise werden durch eine erhabene Inschrift bestimmt: ALEX. APH.ARIS. Im Hintergrund eine hügelige Landschaft mit einer Stadt. Die Entstehung der unbezeichneten, aber allgemein dem Ulocrino zugewiesenen Plakette wird in Zusammenhang gebracht mit der Übersetzung des Werkes "De Anima" von Alexander von Aphrodisias 1495 und der in Venedig zwischen 1513 und 1527 herausgebrachten Edition seines Gesamtwerkes in Griechisch."
aus K. Pechstein, Bronzen und Plaketten, 1968, Kat. Nr. 273
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

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Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR