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[Inventar der Kunstwerke der Skulpturen-Abteilung]

Ident. Nr.: EB_SBM-B_SLG_LZ_1987-2013

ObjID: obj:3048726

Credit: Provenienz und Bestand. Online-Publikation der Erwerbungsbücher und Zugangsverzeichnisse der Staatlichen Museen zu Berlin. Gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien

Details (Expert)

Beteiligte
Zuschreibung unsicher: Staatliche Museen zu Berlin. Skulpturensammlung (um 01.01.1992-31.12.1999),
Verfasser*in
Zuschreibung unsicher: Gabriele Mietke,
Schreiber*in; Signatur
Datierung
Entstehungsjahr: um 1987
Entstehungszeit: um 1987-2013
Zugangszeitraum: um 1987-2013
Weitere Titel
[Inventar der Kunstwerke der Skulpturen-Abteilung]
Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst: Inventar der Kunstwerke der Skulpturen-Abteilung 1987-2013
Geografische Bezüge
Entstehungsort: Berlin
Verwendungsort: Berlin
Material / Technik
—
Abmessungen
Höhe x Breite: 42 x 30 cm (1)

Objektbeschreibung

Kollationsvermerk: handschriftlich ohne Seitenzahlen, doppelseitiger Scan einschl. Einband mit 40 Doppelseiten

https://doi.org/10.11588/diglit.69135

Enthält: Erwerbungsbücher der Staatlichen Museen zu Berlin

Letzte Aktualisierung: 17.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst

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Allegorie des Wahnsinns

Allegorie des Wahnsinns

Die auf einem Segmentbogen lagernde Aktfigur eines kahlköpfigen, finster dreinblickenden Mannes scheint in einem Anfall von Wut mit weit geöffnetem Mund zu brüllen. Aufgrund seines unberechenbaren Temperaments sind die Hände an den Gelenken miteinander verkettet. Nicht nur der sanft geschwungene Giebel, auch die Komposition der darauf ausgestreckten Figur erinnert an Michelangelos lagernde, die Zeiten des Tages symbolisierende Gottheiten aus der Medici-Kapelle in San Lorenzo in Florenz. Insbesondere das Motiv des sich auf dem Unterarm stützenden Armes, der die Aufrichtung des Oberkörpers erlaubt, ist Michelangelos Figur des „Abends“ entlehnt.Das bei seiner Erwerbung 1908 zunächst noch Pietro Tacca (1577-1640) zugeschriebene Modell konnte inzwischen mit überzeugenden Argumenten dem dänischen und überwiegend in England tätigen Bildhauer Caius Gabriel Cibber zugewiesen werden. Die hier dargestelte Allegorie des Wahnsinns ist das Pendant zur Liegefigur der Melancholie, die der Bildhauer als Giebelfiguren für das Hauptportal des Royal Bethlem Hospitals in Moorfields schuf. Das 1247 in Bedlam, vor den Toren Londons gegründete Hospital war seit dem Ende des 14. Jahrhunderts ein Heim für Geisteskranke. Als die Stadt 1666 einem Brand weitgehend zum Opfer fiel, ließ man zwischen 1674 bis 1676 einen Neubau nach den Plänen des Architekten Robert Hooke (1635-1703) außerhalb der Stadt in Moorfields errichten, wofür Cibber schließlich die beiden lebensgroßen Liegefiguren in Stein schuf. Bei dem hier ausgestellten Werk handelt es sich um einen ersten künstlerischen Entwurf des Künstlers.