Ident. Nr.: I. 9976
ObjID: obj:3062440
Schenkung Stefano Ionescu
Details (Expert)
- Datierung
- 1650–1700
- Geografische Bezüge
- Provenienz
- Gemeinde Slimnic, Rumänien,
spätestens 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts bis 1933Kauf: Emil Schmutzler, Kronstadt,
ab Juni 1933Auktion: Henry’s Auktionshaus, Mutterstadt,
8. Dezember 2018Orler TV, Abano Terme,
8. Februar 2020Kauf: Stefano Iunescu,
8. Februar 2020 bis 20. Juli 2022 - Material / Technik
- —
- Abmessungen
- Länge: 172 cm mit FransenBreite: 125 cm
- Erwerbung
- Schenkung Stefano Ionesco
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/3062440
Objektbeschreibung
Der Medaillon-Teppich ist spiegelbildlich angelegt. Das Zentrum bildet ein rautenförmiges Medaillon auf rotem Grund. Das Medaillon ist mit zahlreichen, symmetrisch angeordneten Blüten verziert. Die oberen Zwickel des Teppichfeldes sind blaugrundig, die unteren gelbgrundig. Die leichten Unregelmäßigkeiten in der eigentlich gleichen Motivführung erzeugen eine subtile Spannung. Die rotgrundige Bordüre zeigt abwechselnd gelbe und weiße Kartuschen, die mit Blüten und geometrischen Formen gefüllt sind. Der Kelimabschluss an der oberen und unteren Kante ist größtenteils original. Die rechte Kante des Teppichs ist nachgeknüpft.
Als Siebenbürgen-Teppiche werden osmanische Teppiche bezeichnet, die als Stiftungen oder Ehrengeschenke in Siebenbürger Kirchen (heute Transsylvanien in Rumänien) gelangten und dort präsentiert wurden. Ein Charakteristikum ist die Kartuschen-Bordüre.
Der Teppich ist entgegen seiner Herstellungsrichtung abgebildet. Der Beginn der Knüpfarbeit ist oben, das Ende unten. Die Abbildung folgt damit den Siebenbürgen-Nischen-Teppichen, die stets entgegengesetzt zum Motiv hergestellt werden und deshalb ebenfalls immer entgegengesetzt ihrer Herstellungsrichtung abgebildet werden.
Letzte Aktualisierung: 28.07.2026
Kontakt
Einrichtung:
Museum für Islamische Kunst
E-Mail:
isl@smb.spk-berlin.de