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Der grausame Sturm und Wasserfluth so die Einwohner des gantzen Nord Hollands See- und bey den frießlanden der graffschafft Oldenburg, Herrschafft Gröningen, Hertzogthum Bremen und Hollstein etc. den 24. und 25. December 1717 in der Christnacht betroffen hat.

Ident. Nr.: 154-134

ObjID: obj:3092634

Details (Expert)

Datierung
Herstellung: 25.12.1717
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der grausame Sturm und Wasserfluth so die Einwohner des gantzen Nord Hollands See- und bey den frießlanden der graffschafft Oldenburg, Herrschafft Gröningen, Hertzogthum Bremen und Hollstein etc. den 24. und 25. December 1717 in der Christnacht betroffen hat.
Weihnachtsflut in Friesland und Holland 1717
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Blattmaß: 31,5 x 37,9 cm
Erwerbung
Alter Bestand, vor 1878 erworben

Objektbeschreibung

Die Sturmflut vom 24. auf den 25.12.1717, eine der schwersten an der Nordseeküste, wurde von einem plötzlich einsetzenden Nordwest-sturm verursacht, wie Augenzeugenberichte überliefern. Nachdem eine Kaltfront durchgezogen und der Wind über den Nachmittag abgeflaut war, verstärkte sich das Orkantief. Heftige, drehende Winde verhinderten das Fallen des Wasserpegels bei Ebbe, der bei Flut weiter anstieg, sodass die Wassermassen Deiche überspülten und sich ins Hinterland ergossen. Ohne Wettervorhersage oder Warnsysteme wur-den viele Küstenbewohner nachts von der Flut überrascht. Zwischen den Niederlanden und Dänemark kostete sie über 11.000 Menschen und mehr als 16.000 Nutztiere das Leben. Die Flut verstärkte eine politische und wirtschaftliche Krise, langer Niedergang war die Folge.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)