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Segelschiff in einem Sturm

Ident. Nr.: 127-1893,11

ObjID: obj:3093509

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Reinier Nooms, genannt Zeeman (1623/24-1664),
Radierer*in
Ausführung: Dancker Danckerts (1633/34-1666),
Verleger*in
Datierung
Herstellung: 1651-1652
Weitere Titel
Sammlungstitel: Segelschiff in einem Sturm
Divers Embarquements et autre Faicts
Diverse inschepingen en dergelijken
Material / Technik
Radierung, Kaltnadel
Abmessungen
Blattmaß: 9,7 x 19,5 cm
Plattenrand: 8,1 x 18 cm

Objektbeschreibung

Die Radierungen zeigen Segelschiffe bei Sturm in rauer See. Die holländische Handels- und Kriegsflotte, die größte und mächtigste ihrer Zeit, war besonders vom Wind abhängig. Der neu entstehende Wohlstand und das daraus resultierende Selbstbewusstsein der Holländer verdankte sich auch dem erfolgreichen Kampf gegen die Elemente Wasser und Wind. Beide Naturgewalten ließen sich in Seestücken eindringlich darstellen, wobei es weniger um eine naturgetreue Abbildung ging, als vielmehr um die allegorische Darstellung des wechselhaften Schicksals. Seit der Antike wurden verschiedene Arten von Wind unterschieden; 1622 hatte Francis Bacon sein wissenschaftliches Traktat Historia Ventorum publiziert, das neben Ursachen des Windes auch seine Beherrschung und Nutzbarmachung behandelt.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Der Petersfriedhof in Salzburg

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Zwei mehrwöchige Salzburger Aufenthalte wurden für Ferdinand Olivier in den Jahren 1815 und 1817 zum künstlerischen Schlüsselerlebnis. Wie auch die anderen deutschen Maler seines Wiener Umkreises, die in diesen Jahren die Landschaft des Salzkammergutes entdeckten, fand er hier zu seiner gültigen Landschaftsauffassung. In zahlreichen, zum Teil erst nach seiner Rückkehr in Wien ausgeführten Blättern verbindet er die Motive der Stadt und der Bergwelt zu kunstvollen Kompositionen, Höhepunkte seiner Zeichenkunst.Schon beim ersten Aufenthalt faszinierte ihn der Petersfriedhof, häufiges Motiv bei der romantischen Entdeckung Salzburgs. Er stellte ihn mehrfach in ganz verschiedenen Jahr 1816 datiert eine Bleistiftzeichnung von seiner Hand (Kupferstichkabinett, Dresden; Ludwig Grote: Die Brüder Olivier und die deutsche Romantik, Berlin 1938, Abb. 136), die er mit geringen Unterschieden zweimal wiederholt: durch eine Bleistift- und Rötelzeichnung (Staatliche Galerie, Dessau) und die vorliegende Federzeichnung. Sie wird als unmittelbare Vorarbeit für die Lithographie des Sonnabend-Blattes der Folge »Sieben Gegenden aus Salzburg und Berchtesgaden, geordnet nach sieben Tagen der Woche« gedient haben (vgl. Grote 1938, Abb. 137). Die Resonanz, die seine Zeichnungen von Salzburg und Folge von Lithographien in Wien auszuführen. Sie erschien 1823. Die Ansicht zeigt den Petersfriedhof mit dem Blick auf die frühbarocke Arkaden-Reihe und die sich darüber erhebende Nagelfluh-Wand zwischen Mönchsberg und Festungsberg mit der Maximin- und Gertrauden-Kapelle sowie den frühchristlichen Katakomben. Rechts erhebt sich die spätgotische Margarethen-Kapelle. Der Friedhof mit seinen Gräbern und Kreuzen, die Kapellen, schließlich der Begräbniszug im Hintergrund entlang der Arkaden: das alles sind neben der Freude am Motiv auch Aufforderungen des romantischen Künstlers, der Vergänglichkeit des Menschen stets gegenwärtig zu sein.Text: Gottfried Riemann, in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 369, Nr. VII.15 (mit weiterer Literatur)