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Die Sintflut, in: Icones Biblicae Veteris et Novi Testamenti, Amsterdam: Pieter Mortier, 1708

Ident. Nr.: 70-1958,2

ObjID: obj:3103759

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Jan Luyken (1649-1712),
Stecher*in
Ausführung: Pierre Mortier (1661-1711),
Verleger*in
Datierung
Herstellung: 1708
Weitere Titel
Sammlungstitel: Die Sintflut, in: Icones Biblicae Veteris et Novi Testamenti, Amsterdam: Pieter Mortier, 1708
De Sondvloed. Gen. VII.
Icones Biblicae Veteris et Novi Testamenti, Amsterdam: Pieter Mortier, 1708
Material / Technik
Radierung
Abmessungen
Blattmaß: 32,9 x 40,7 cm

Objektbeschreibung

Eines der Urbilder einer Überschwemmung ist die Sintflut im Alten Testament, die vermutlich auf eine 2000 Jahre ältere sumerische Erzählung zurückgreift. Die Radierung entstand als Teil einer Folge mit 62 Bibelillustrationen: Gott wies Noah an, für sich und seine Familie die Arche zu bauen und je ein Paar von jeder Tierart mitzunehmen. Die „Schleusen des Himmels“ und die „Quellen der Tiefe“ öffneten sich für 40 Tage und Nächte, bis die Erde mit Wasser bedeckt und alles Leben ausgelöscht war. 150 Tage später sank das Wasser und die Arche strandete auf dem Berg Ararat. Luyken zeigt den Beginn der biblischen Flut: Der Regen wird durch dichte Parallelschraffuren, die sich in Punkte auflösen, dargestellt. Mensch und Tier, darunter ein von Dürer abgeschautes Rhinozeros, suchen verzweifelt Schutz.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)