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Arkadische Landschaft mit Figuren auf einem Weg während eines Gewitters, aus der Folge: Suite de Paysages

Ident. Nr.: 239-17

ObjID: obj:3117469

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Jean François Millet (1) (1642-1679),
Maler*in
Ausführung: Théodore (geb. 1660),
Radierer*in
Weitere Titel
Sammlungstitel: Arkadische Landschaft mit Figuren auf einem Weg während eines Gewitters, aus der Folge: Suite de Paysages
Der Sturm
Flusstal im Gebirge
Suite de Paysages
Provenienz
Hans Albrecht von Derschau (1755-1824),
1780–1807
Rudolf Zacharias Becker (1752-1822) und Hans Albrecht Derschau (1755-1824),
1807–1822
Kauf: König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen (1795-1861),
1844
Material / Technik
Radierung
Abmessungen
Blattmaß: 21,0 x 30,5 cm

Objektbeschreibung

Über einer südlichen anmutenden Landschaft mit einer Stadt im Flusstal bricht ein Gewitter nieder. Aus einer schnell ziehenden Regenwolke zuckt ein Blitz über den Himmel. Vorn haben sich zwei Figuren im Sonnenschein auf einem Stein niedergelassen, die Frau rechts weist mit der Hand zum Himmel. Die Radierung des nur mit Vornamen bekannten Graphikers Théodore variiert ein Gemälde (National Gallery, London) von Francisque Millet, in dem dieser Naturbeobachtung mit Fantasiedetails verband. Der Blick wird entlang des Zickzackweges geschickt in die Tiefe geführt; die Radierung unterstreicht dies mit dem Wechsel von hellen und dunklen Partien. Möglicherweise wird hier allegorisch auf den gewundenen Weg des Lebens verwiesen, der von Stürmen nicht frei ist.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Egger hat die sehr rasch ausgeführte Federzeichnung (folio 51 r.) »eines der wertvollsten Dokumente für die Topographie des vatikanischen Gebietes in der ersten Hälfte des XVI. Jahrhunderts« genannt. Der von einem Ausläufer des Gianicolo nach Norden schauende Zeichner hatte die gesamte Anlage von St. Peter vor sich, zur Linken den nach »Luthers großem ›Halt!‹« (Heine) liegengebliebenen Neubau, dessen Bögen die Dimensionen antiker Ruinen erreichen, in der Mitte den von der Sixtinischen Kapelle überragten Rest des Langhauses der konstantinischen Basilika mit seiner mosaikgeschmückten Fassade sowie den das Atrium umgebenden Gebäuden. Letztere wenden sich rechts mit Campanile und der Benediktionsloggia Bramantes zum Petersplatz, während darüber die von Raffael ausgemalten Loggien nach Nordosten blicken. Dorthin führt auch der an einer Stelle eingestürzte Korridor, der den bei der Kirche gelegenen Palast mit dem Belvedere auf dem Mons Vaticanus verbindet. Im Vordergrund sind kleinere Gebäude und Baumgruppen mit wenigen Federstrichen angedeutet.Der Zeichner, obwohl zur Generation der Manieristen gehörend, setzt die Gegebenheiten mit nüchterner Präzision und Klarheit auf das Papier, die es möglich machten, an seinen Zeichnungen Messungen in Hinblick auf die heute verschwundenen Gebäude durchzuführen. Bemerkenswert ist die im Bereich des Neubaus deutlich größere Detailfreudigkeit, die damit übereinstimmt, daß sich auch von den übrigen St.Peter-Zeichnungen in den Skizzenbüchern des Maarten van Heemskerck die meisten mit der Baustelle beschäftigen.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 179f., Kat. IV.18 (mit weiterer Literatur)