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Die Schauspieler Onoe Kikugorō I als Suketsune, Ichimura Kamezō I als Jūrō und Sanogawa Ichimatsu I als Gorō

Ident. Nr.: 6006-29.89

ObjID: obj:3197427

Details (Expert)

Beteiligte
signiert: Torii Kiyohiro 鳥居清広 (1737–1776),
Künstler*in; Inschrift
Datierung
Datierung: 1759
Datierung: Edo (Tokugawa)-Zeit
Weitere Titel
Sammlungstitel: Die Schauspieler Onoe Kikugorō I als Suketsune, Ichimura Kamezō I als Jūrō und Sanogawa Ichimatsu I als Gorō
Übersetzung: Actors Onoe Kikugorō I as Suketsune, Ichimura Kamezō I as Jūrō und Sanogawa Ichimatsu I as Gorō
Originaltitel: 初代尾上菊五郎のすけつね、初代市村亀蔵の十郎と初代佐の川市松の五郎
Geografische Bezüge
Japan,
Land
Abmessungen
Blattmaß: 30,4 x 14,6 cm
Erwerbung
1967 übertragen aus der Kunstbibliothek, SMB. Erworben 1929, zugehöriges Erwerbungsbuch Kriegsverlust.

Letzte Aktualisierung: 03.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum für Asiatische Kunst

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Nô-Maske, Typ “Junge Frau“ (ko-omote)

Nô-Maske, Typ “Junge Frau“ (ko-omote)

Der Maskentyp des "Kleinen Gesichts" (ko-omote) wurde für die Darstellungen der anmutigen, jungen Frauengestalten in Drittspielen (Katsura Nô) geschaffen. Er spiegelt das weibliche Schönheitsideal der Heian-Zeit wider. Das ins rundliche gehende ovale Gesicht verjüngt sich zur Stirn hin und wird durch die aufgeschminkten, hoch angesetzten Augenbrauen zusätzlich gelängt. Die Augenwinkel verlaufen in einer geraden Linie, die Sehlöcher sind eckig. Die Nasenlöcher sind weich geformt, ähnlich wie der leicht geöffnete Mund, der die geschwärzten Zähne sichtbar werden läßt. Die Unterlippe ist betont vorgeschoben und endet in hochgezogenen Mundwinkeln. Es formt sich das für die Ko-omote charakteristische jugendlich-unbekümmerte Lächeln. Die Wangen sind füllig, das leichte Doppelkinn wird auffallend plastisch formuliert. Der Ausdruck lieblicher, verinnerlichter Schönheit jedoch, wie ihn die überlieferten Abbilder (utsushi) der dem Schnitzer Tatsuemon (Ende 14. Jahrhundert) zugeschriebenen Prototypen (honmen) besitzen, ist bei dieser Maske einer derberen Nuance gewichen und läßt sie in die Nähe des Maskentyps der Manbi (Tausend Koketterien) rücken. Diese Maske verkörpert die sinnlich-erotischen Aspekte der Frauengestalten im Nô und wurde erstmals zu Beginn der Tokugawa-Zeit, als die Entstehung neuer Spiele neue Maskentypen erforderte, geschaffen. Die drei feinen, seitlich verlaufenden parallelen Haarsträhnen (kegaki) geben jedoch den eindeutigen Hinweis auf den Typ der Ko-omote, da sie bei der Maske der Manbi nicht vorkommen. Im Laufe der Tokugawa-Zeit bildeten sich die repräsentativen Frauenmasken für weibliche Hauptrollen innerhalb der großen Nô-Schulen heraus. Zwei Familien, Komparu und Kita, benutzen den Typ der Ko-omote bis heute dafür. Die anderen Schulen wählten Masken vom Ko-omote-Typ für ihre weiblichen Nebenrollen (tsure). Möglicherweise handelt es sich bei unserer unsignierten Maske um eine solche tsuremen. [SM8HF]