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Pokal mit Doppelmonogramm und Wappen

Ident. Nr.: W-1970,66

ObjID: obj:3293608

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Potsdamer Glashütte (1674–1736),
Glashütte
Datierung
Ausführung: 1715-1730
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 19,7 cm
Durchmesser: 10,7 cm (Fuß)
Durchmesser: 8,6 cm (Mündung)
Wandungsstärke: 0,3 cm

Objektbeschreibung

Pokal aus sehr reinem, farblosem Glas, Abriss am Boden, mit einem breiten Scheibenfuß, dessen Rand nach unten umgelegt ist. Der angesetzte Massivbalusterschaft mit Nodus zwischen flachen Ringscheiben hat zwei übereinander eingestochene, tropfenförmige Luftblasen und ist mit tief versenkten Rundfacetten im Schälschliff dekoriert. Auch der Ansatz der becherförmigen Kuppa trägt Rundfacetten, die Schauseite der Wandung zeigt zwei mattgeschnittene Medaillons unter einer großen Grafenkrone, die von zwei Engeln getragen wird. Ein weiterer Engelskopf ist unter den Medaillons eingeschnitten, rechts und links werden sie flankiert von langgezogenen Blattranken. Das linke Medaillon trägt das Spiegelmonogramm "JvB", das rechte "B". Die Gegenseite ist mit einem Familienwappen mit reichem Rollwerk verziert, es zeigt einen Querbalken mit drei Pfeileisen, als Helmzier den Kopf einer Löwin oder eines Leoparden. Den verwärmten Mündungsrand ziert ein polierter Kugelfries unter einem mattierten Kordelstrang. Sehr wahrscheinlich entstand dieses Glas anlässlich einer Eheschließung. Das Wappen konnte nicht aufgelöst werden (Dank für weiterführende Hinweise), daher können auch die Monogramme nicht ohne Vorbehalt zugeordnet werden. Elemente des Dekors, wie die sehr tiefen Rundfacetten und der Kordelstrang datierten diesen Potsdamer Pokal in die Jahre 1715 bis 1730, vgl. ein Glas im Potsdam Museum (Inv. Nr. 80-564-GL) sowie zwei im Bestand der Stiftung Stadtmuseum Berlin (Inv. Nrn. II 71/130 A; KH 2001/131 GA), alle publiziert im Themenportal Brandenburgisches Glas auf museum-digital.de. [Verena Wasmuth]
MAKR

Letzte Aktualisierung: 25.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Konfektschale auf drei Schildhaltern mit Hirsch im Gehege aus dem Lüneburger Ratssilber

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