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Turm eines Renaissanceschlosses bei Nacht

Ident. Nr.: SZ Menzel N 2920

ObjID: obj:3310431

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Adolph Menzel (1815 - 1905),
Zeichner*in
Datierung
um 1880–1890
Provenienz
Adolph Menzel (1815-1905),
bis 9.2.1905
Nachlass/Vermächtnis: Emilie Krigar-Menzel,
09.02.1905 - 20.06.1906
Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
bis 1992
Material / Technik
Bleistift auf Papier
Abmessungen
Blattmaß: 20,8 x 12,1 cm

Objektbeschreibung

Aus einem hoch gelegenen Fenster schaut man auf die Hofecke eines Renaissanceschlosses mit schlankem Treppenturm, dessen spitzes Dach sich in der Finsternis des Himmels verliert. Am linken Rand begrenzt ein Stück Vordergrund, vielleicht eine Fensterlaibung, als schwarzer Balken das Bild. Ein flackerndes Licht scheint über die Mauern zu wandern, wie der Blick des Betrachters an der nur vage bestimmbaren Architektur sich entlang tasten muss; die sehr hohen Dächer zerfließen zu einer dunklen Masse. Wieder einmal wird das Wirkliche geisterhaft. Dazu tragen auch wesentlich Widersprüche in der perspektivischen Darstellung bei, die den vermuteten Standort in Frage stellen. Die zeichnerische Sprache ist die der späten achtziger Jahre. Auf dem körnigen Papiergrund entstehen große, im Ton fast gleichartige Partien, die hier mit fettem Schwarz konturiert und stellenweise mit dem Holz des Bleistiftes bis auf den weißen Grund aufgekratzt wurden.

Text: Andreas Heese, in: Ausstellungskatalog: Das Labyrinth der Wirklichkeit, hg. von Claude Keisch und Marie Ursula Riemann-Reyher, Nationalgalerie Berlin, 1996/97, S. 336., Kat. 194 (mit weiterer Literatur)

Letzte Aktualisierung: 27.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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