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Vase mit "pâte-sur-pâte"-Dekor auf Holzsockel

Ident. Nr.: 1867,146

ObjID: obj:3312677

n/a

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Gibus & Cie (tätig 1853 bis Anfang 1870er Jahre,
danach anderer Firmenname)
zugeschrieben: Alpinien Margaine (1825–1878)
Datierung
Ausführung: 1866/67
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 41 cm (Gesamt)
Breite: 21 cm (maximal, Holzgestell)
Erwerbung
vermutlich auf der Pariser Weltausstellung von 1867 erworben (geht aus dem Inventareintrag nicht hervor)

Objektbeschreibung

Schlichter Korpus, nach unten spitz zulaufend, in einem Holzgestell montiert. Dieses besteht aus drei geschnitzten Drachenköpfen, die in Ranken und unten Tiertatzen übergehen. Die Vase hat eine seladongrüne Glasur, darauf auf der Schauseite ein feines Relief aus weißer "pâte-sur-pâte"-Malerei. Dargestellt ist eine schwebende junge Frau mit Blumengebinde in den Händen, deren Schleiergewand und Hochsteckfrisur im Wind flattern. Sie geht auf eine Wanddekoration der Vier Jahreszeiten (Frühling) von Pierre-Paul Prud'ohn aus dem Jahr 1800 für das Schloss Malmaison der Kaiserin Joséphine zurück, die grafisch reproduziert wurde. Die "pâte-sur-pâte"-Technik wurde erstmals in der Staatlichen Porzellanmanufaktur von Sèvres angewandt: Mit dem Pinsel werden mehrere zarte Schichten von Porzellan auf den gefärbten Untergrund aufgetragen. // Die Komposition verknüpft klassizistisch-französische  mit chinesischen Inspirationen (Seladonglasur und hölzerner Drachensockel), ein Stilmélange, wie es für die Zeit des späten Historismus an der Schwelle zum Art Nouveau charakteristisch ist. // Die Firma Gibus & Cie in Limoges war unter anderem für die pâte-sur-pâte-Dekore bekannt und stellte auf den Weltausstellung (z.B. London 1862, Paris 1867) aus. Im Inventar des Kunstgewerbemuseums von 1867 ist zwar lediglich "Limoges, Frankreich, 1867" notiert, jedoch wurde im selben Jahr ein Teller mit "pâte-sur-pâte" Dekor auf grüner Glasur mit einer Flötenbläserin und braun-blauen Verzierungen, erworben, bei dem als Firma "Gibus & Cie" angegeben ist (Inv. Nr. 1867,145, verschollen). Eine Marke ist durch die Montierung nicht zu erkennen, die Vase kann aber "Gibus & Cie" zugeschrieben werden. Die Entwerfer könnten Alpinien Margaine oder F.Peyrat gewesen sein. // ClKa

Letzte Aktualisierung: 10.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Teil vom Großen Silberbuffet aus dem Rittersaal des Berliner Schlosses

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