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Paul et Virginie obtiennent la Grace d'un Nègre.

Ident. Nr.: N (8 H) 102/2023

ObjID: obj:3351419

Details (Expert)

Geografische Bezüge
Material / Technik
Steingut, Umdruckdekor
Abmessungen
Höhe x Durchmesser: 2 x 21,8 cm

Objektbeschreibung

Weißer Steingutteller mit zwei schwarzen Randstreifen am Außen- und Innenrand, ein weißes Reliefdekor umfassend. Im Mittelfeld befindet sich eine szenische Darstellung in einer tropischen Landschaft: Ein europäisch gekleidetes junges Paar (Paul und Virgine) hält ihre Hände über einen knieenden dunkelhäutigen Mann mit Schurz. Ein älterer Mann, ebenfalls in französischer Kleidung mit Hut gekleidet, hält einen Stock über ihn. Der französische Text unterhalb des Bildes lautet: „Paul et virginie obtiennet la grace dun negre“ Nr. 4. (dt. „Paul und Virginia erwirken die Begnadigung eines Schwarzen“).  
Die Darstellung ist eine Referenz an den Roman "Paul et Virgine" von Jacques Henri Bernardin de Staint-Pierre, Erstveröffentlichung 1788. Sie spielt auf der Insel Mauritius während der französischen Kolonialherrschaft. Der Teller ist Teil einer Serie.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."