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Ident. Nr.: N (9 D) 123/2023

ObjID: obj:3354432

Details (Expert)

Datierung
2020/23
Material / Technik
Papier, bedruckt
Abmessungen
Höhe x Breite: ca. 30 x 12 cm

Objektbeschreibung

Konvolut sogenannter Hygienebeutel aus Papier oder Kunststofffolie. Die meisten der Tüten sind einfarbig und in mehreren europäischen Sprachen mit dem Hinweis bedruckt, sie nicht in der Toilette hinunterzuspülen.

Tüten wie diese sind häufig auf öffentlichen Toiletten - vor allem Frauentoiletten - zu finden. In ihnen werden gebrauchte Menstruationsprodukte untergebracht, bevor die Tüten selbst im Mülleimer entsorgt werden. Wegwerfbinden, die nach dem einmaligen Gebrauch zu Müll werden, kamen zu Ende des 19. Jahrhunderts in Deutschland auf den Markt und ersetzten ab den 1920er-Jahren zunehmend waschbare Binden. Ab den 1950er-Jahren lösten sie diese annähernd vollständig ab. Mit der Verwendung von Wegwerfbinden entstand ein Entsorgungsproblem: Wohin mit dem Menstruationsmüll, ohne die Abflussrohre der Toiletten zu verstopfen? Mülleimer verbreiteten sich erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts auf öffentlichen Toiletten. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts allerdings gab es die Hygienebeutel als Begleiterscheinung von Bindenverbrennungsautomaten in Großbritannien.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."