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Puppe mit Holzschuhen

Ident. Nr.: II B 4417

ObjID: obj:3364449

Details (Expert)

Beteiligte
Gustav Adolf Küppers-Sonnenberg (1894-1978),
Sammler*in
Datierung
Herstellung: 1939
Geografische Bezüge
Material / Technik
Holz, Stoff, Stroh
Abmessungen
Länge: 15 cm

Objektbeschreibung

Puppe, "Holländerin mit Holzschuhen", bemalter Stoffkopf, rotes Kopftuch, weiße Bluse, blauer Mieder und karierter Rock.

Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte die Puppe im Mai/Juni1939 in Nordostbulgarien in dem Ort Zarev Brod, der bis Ende des 1. Weltkriegs noch mehrheitlich von Deutschen bewohnt wurde. Ende der 1930er Jahre lebten hier noch etwa 40 deutsche Familien. Im Rahmen der "Heim ins Reich"-Politik musste der größte Teil der Deutschen Bulgarien verlassen und sich in den Reichsgrenzen ansiedeln. Küppers machte in Zarev Brod im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan halt. Seine Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise, der sie unter anderem in das von einem niederländischen Pater geführte Kloster führte, in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab S. 70 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023). 

Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in rassistischen Periodika, wie "Volk und Rasse".    

Letzte Aktualisierung: 20.05.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."