Knöchelspiel aus Schafsknochen
Ident. Nr.: II B 4335 a-h
ObjID: obj:3406423
Details (Expert)
- Beteiligte
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Knochen (Schaf)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/3406423
Objektbeschreibung
8 Knöchel; gut erhalten.
Das "asici", "kokalceta" oder "kostki" genannte Glücksspiel mit Knochen der Hinterbeine eines Schafs war in ganz Bulgarien beliebt und ist laut dem Ethnografen Christo Vakarelski als "Urtyp der modernen Würfel" zu sehen, die in Bulgarien manchmal auch "kostki" ("Knöchelchen") genannt werden sowie wortbildend für den "kockar" genannten Würfelspieler.
Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte die zum Spielen verwendeten Knochen im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Sozopol, Zarewo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt).
Küppers Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Letzte Aktualisierung: 12.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de