Kette aus kleinen Muscheln
Ident. Nr.: II B 4333
ObjID: obj:3406438
Details (Expert)
- Beteiligte
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Metall
- Abmessungen
- Länge: 40 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/3406438
Objektbeschreibung
Kette aus kleinen Muscheln, verm. aus dem Schwarzen Meer.
Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte das Objekt im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Sozopol, Zarewo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt).
Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse". Aufnahmen von Menschen während der Festivitäten in Panitscharewo, finden sich auch in: Karl C. von Loesch, Wilhelm E. Mühlmann, Die Völker und Rassen Südosteuropas, Prag 1943, S. 76.
Küppers Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023)
Letzte Aktualisierung: 12.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de