Logo

Ident. Nr.: N (9 U) 297/2023, a-b

ObjID: obj:3415457

Details (Expert)

Geografische Bezüge
Material / Technik
Spanholz, beklebt
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 19,2 x 29,1 x 22 cm

Objektbeschreibung

Der Koranständer besteht aus zwei Spanholzplatten, die ineinander geschoben werden. Auf den oberen Innenflächen der beiden Platten, die sich dann ca. in einem 100°-Winkel zueinander befinden, kann eine Koranausgabe platziert werden. Die beiden unteren Hälften der Platten dienen als Standfüße des Ständers. Die beiden Platten sind mit einem Holzimitat dunkler Farbe beklebt, das gemasert ist. Die beiden oberen Innenseiten der Platten, die nach dem Zusammenstecken für die Betrachter*innen sichtbar sind, sind jeweils in ihren vier Ecken mit abstrakten goldfarbenen Mustern verziert, die auf das Holzimitat geklebt worden sind. In der Mitte der oberen Kante befindet sich ebenfalls ein abstraktes Muster. Innerhalb der Muster steht, in arabischer Schrift, al-qurān al-karīm, zu deutsch "Der großzügige Koran". Die äußeren Unterseiten der beiden Platten sind ebenfalls verziert. Hier wurden jeweils vier Palmen in goldener Farbe, auf dem Holzimitat verklebt. An den unteren Kanten wurde mittig ein Stück Holz in Form eine zwiebeförmigen Kuppel ausgeschnitten.

Koranständer werden beim Lesen und Rezitieren des Korans verwendet, sowohl im privaten Bereich als auch in der Moschee oder im religiösen Unterricht. Nach muslimischer Vorstellung ist der Koran die Offenbarung Gottes und enthält Gottes Wort. Aufgrund dessen und ihrer daraus hervorgehenden zentralen Bedeutung für die Religion werden Koranausgaben traditionell vor Staub und Schmutz geschützt, indem sie nicht auf dem Boden platziert werden, sondern auf höheren Regalböden aufbewahrt, in Tücher oder Taschen gewickelt und auf Koranständern gelesen und rezitiert werden.

Dieser Koranständer in Berlin-Neukölln erworben.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.