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Ident. Nr.: N (52 A) 315/2023,a-c

ObjID: obj:3415509

Details (Expert)

Datierung
Gebrauch: 2023
Geografische Bezüge
Material / Technik
Abmessungen
Länge x Breite x Höhe: 30 x 18 x 20,5 cm

Objektbeschreibung

Das Weihrauchset besteht aus einem Tablett, zwei Schalen, die auf Ständern befestigt sind, einem Deckel und einem Sieb. Das rechteckige Tablett ist aus marmoiertem Kunststoff gefertigt. An den beiden kurzen Seiten sind nach oben gewölbte Kunststoffbögen angebracht, die zum Teil aus arabischer Kalligrafie bestehen. Auch die beiden Schalen, gefertigt aus schwarzem Metall, ruhen auf Ständern, die aus arabischer Kalligrafie bestehen. Ständer, Deckel und Sieb sind silberfarben. Der Deckel schließt die niederigere Schüssel. Über seinem Mittelpunkt ist der arabische Buchstabe و ("waw") angebracht, der auch als Griff dient. Diese Schüssel ist zum Aufbewahren von Weihrauch gedacht, da sie mit dem Deckel abgedeckt werden kann. Das Sieb, das auf dem höher platzierten Schälchen liegt, ist auch silberfarben. Über einer Stelle seines Rands befindet sich ebenfalls ein و. Auf diesem Sieb kann Weihrauch geräuchert werden.

Weihrauch wird unter anderem im arabischsprachigen Westasien und von Menschen, die biographische Verbindungen in diese Region haben, verwendet. Der Buchstabe و ("waw") des arabischen Alphabets, der auf Deckel und Sieb angebracht ist, spielt in der islamischen Zahlensymbolik eine wichtige Rolle. Er hat den Wert 6, und da der Zahlenwert des Wortes „Allah“ (dt.: Gott) 12 ist, verweist das doppelte و in religiöser Kalligrafie oft auf Gott. Zudem ist überliefert, dass der Prophet Muhammad schöne Düfte sehr schätzte. Im Design und der Verwendung des Weihrauchsets spiegeln sich somit islamische Glaubensvorstellungen wider.

Letzte Aktualisierung: 15.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.