Schlag mit dem Pferdegeschirr
Ident. Nr.: VIII Eu 3601
ObjID: obj:3547476
Details (Expert)
- Beteiligte
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Silbergelantineabzug, auf Karton kaschiert
- Abmessungen
- Höhe x Breite: 10,6 x 7,7 cmHöhe x Breite: Karton: 21 x 15 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/3547476
Objektbeschreibung
Zu sehen sind Braut und Schwiegermutter, die die verschleierte Braut mit einem Gegenstand (Pferdegeschirr) am Kopf berührt.
Der Sammler Küppers beschrieb die Initiationsrituale zum Einzug der zukünftigen Braut ins Haus des Bräutigams in seinem Aufsatz zum Thema.
Der Sammler Gustav-Adolf Küppers war bei mehreren Sammelreisen durch Südosteuropa (1935-1939) insg. drei Mal in Galicnik, wo er die mehrtägigen Hochzeitsbräuche intensiv beobachtete und fotografisch dokumentierte (vgl. u.a. seinen Aufsatz "Die Hochzeiten zu Gallitschnik in Mazedonien" (Zeitschrift für Ethnologie 73,6 [1941]).
Bis heute wird in Galicnik, im Westen Nordmazedoniens das traditionelle, fünf Tage andauernde Hochzeitsfest gefeiert. Heute nahezu vollständig entvölkert, war die Region schon zu Küppers Zeit stark von Migration geprägt. Zum Teil lebten die Teilnehmenden der Hochzeit im Ausland und kamen nur für die Hochzeitsfeierlichkeit zurück.
Küppers Tochter Heimtraut beschrieb die Feierlichkeiten in ihrem Tagebuch (Sammlung MEK) im Eintrag vom 12.7.1939, wo u.a. auch deutlich wird, dass es sich schon zu dieser Zeit um eine von vielen Reportern und Journalisten besuchte Veranstaltung handelte.
Unter anderem beschreibt sie, dass sie für eine von Küppers Fotoserien über die Brautkleider als Fotomodell diente.
Letzte Aktualisierung: 12.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de