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Der Triumph des Todes, Bl. 3 aus der Folge: Die Triumphe Petrarcas

Ident. Nr.: 174-2024,1

ObjID: obj:3615533

Details (Expert)

Beteiligte
Entwurf: Maarten van Heemskerck (1498 - 1574),
Inventor*in
Ausführung: Philipp Galle (1537-1612),
Stecher*in
Datierung
Herstellung: 1565
Weitere Titel
Sammlungstitel: Der Triumph des Todes, Bl. 3 aus der Folge: Die Triumphe Petrarcas
Übersetzung: The Triumph of Death
Die Triumphe Petrarcas
Provenienz
Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg und Herzog in Preußen (1620-1688),
1688
Material / Technik
Radierung, Kupferstich
Abmessungen
Blattmaß: 21,1 x 27,5 cm
Plattenrand: 19,2 x 26,2 cm
Erwerbung
1831 aus der Königlichen Bibliothek an das Kupferstichkabinett überwiesen, 2024 nachinventarisiert

Letzte Aktualisierung: 30.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Nach dem Verlorenen Sohn ist der Teufel, der, während die Landarbeiter schlafen, Unkraut zwischen den Weizen sät, wohl das um 1600 am häufigsten dargestellte Gleichnis Jesu. De Gheyn zeigt sich in der Weise, wie die ganze Landschaft von einer Spannung ergriffen wird, die in der Hauptfigur kulminiert, als einer der führenden Manieristen. Obwohl Studienzeichnungen erhalten sind, in denen das Modell dem links am Baum Schlafenden ähnelt, wird jede Naturwahrheit zugunsten des Ausdrucks zurückgestellt. Von dem in Bewegungsrichtung des feindlichen Sämannes abschüssigen Feld über die bizarren Kopfweiden bis zu den Pilzen, die vorn ganz unwahrscheinlich auf dem frisch gepflügten Acker sprießen, kündigt sich Unheil an, das nicht nur durch den Teufel versinnbildlicht wird, sondern auch in den Hexenreitern am brodelnden Himmel, mit denen der Zeichner weit über den Bibeltext hinausgreift. Im scharfen Gegensatz dazu stehen rechts die idyllisch schlafende Gruppe und links die ruhigen Tiere, die schweren Säcke mit dem Saatgut und der nach dem reichlichen Mittagsmahl ruhende Arbeiter. In diesen Themen ist de Gheyn auf der Höhe der Zeit; auch andere Künstler wie vor allem A. Bloemaert zeichnen in diesen Jahren das bäuerliche Leben, wobei der Ton immer auf Muße und Verfall liegt. Die biblische Geschichte gibt de Gheyn die Möglichkeit, dies mit Zügen seiner Hexensabbat-Darstellungen zu verbinden, mit denen er Salvator Rosa vorangeht.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 190, Kat. IV.31 (mit weiterer Literatur)