Logo

Zuschauer beim Tanz

Ident. Nr.: VIII Eu 3990

ObjID: obj:3699455

Details (Expert)

Beteiligte
Gustav Adolf Küppers-Sonnenberg (1894-1978),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Ungarn,
Land
Abmessungen
Höhe x Breite: 10,6 x 7,7 cm
Höhe x Breite: 21 x 15 cm

Objektbeschreibung

Foto gehört vermutlich zu 3889 und müsste folglich eher "Zuschauerinnen beim Tanz" heißen, da sich nur Frauen und Mädchen im Publikum befinden.  

Ab dem 15. Jahrhundert siedelten deutsche Bergleute in Nagybörzsöny/Deutschpilsen. Die Deutschen wurden als "Sachsen" bezeichnet, wobei sich dies nicht auf eine Volksgruppenzugehörigkeit bezog, sondern auf die deutsche Ansiedlung nach sächsischem Recht. In der Umgebung der Stadt wurden Blei-, Gold-, Silber-, Schwefel- und Eisenerzvorkommen erschlossen. Neben dem Bergbau entwickelte sich auch der Weinbau zu einem bedeutenden Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Wie in vielen Gebieten Europas führte jedoch der Befall durch die Reblaus gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu massiven Einbrüchen im Weinbau. Nach der Grenzziehung des Vertrags von Trianon nach dem 1. Weltkrieg verloren die Winzer:innen zudem einen Großteil der vorherigen Absatzmärkte.

Der Sammler Gustav-Adolf Küppers besuchte auf seinen Sammelreisen durch Südosteuropa immer wieder auch deutsche Orte, die er fotografisch dokumentierte und von denen aus er die umliegenden, nicht-deutschen Ortschaften, besuchte und hier Objekte sammelte. Aus sammlungsorganisatorischen Gründen lag der Erwerb von Objekten von Nicht-Deutschen nicht im Interesse seines Auftraggebers (Museum für Völkerkunde).

Letzte Aktualisierung: 11.11.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."