Logo

Zu Tivoli bey Rom

Ident. Nr.: SZ Ackermann 1

ObjID: obj:3722551

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Johann Adam Ackermann (1780-1853),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1829
Systematik/Art
Weitere Titel
Sammlungstitel: Zu Tivoli bey Rom
Blick durch einen Rundbogen auf die Wasserfälle von Tivoli
Provenienz
Heinricht Stiebel,
876289
Nachlass/Vermächtnis: Nachlass Heinrich Stiebel,
15. September 1928 bis 28. Mai 1930
Auktion: Antiquariat Joseph Baer & Co.,
28. Mai 1930 (Auktion)
Auktion: Karl & Faber,
24./25. März 1942 (Auktion 22)
Kauf: Nationalgalerie, Sammlung der Zeichnungen,
24./25.3.1942 bis 1992
Überweisung: Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin,
seit 1992
Material / Technik
Tusche, weiß gehöht
Abmessungen
Blattmaß: 32,6 x 25,0 cm
Erwerbung
Im März 1942 ersteigert bei Karl & Faber, München (Auktion 22, 24./25.3.1942).

Letzte Aktualisierung: 09.10.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Zertretene. Arme Familie (Linke Szene der urspr. dreiteiligen Komposition, 2. Zustand)

Fragment einer großformatigen, triptychonartigen Radierplatte aus dem Jahre 1900, von der sich die Künstlerin nachträglich distanzierte und die von ihr deshalb auseinandergeschnitten wurde. Nur der linke Teil mit der realistischen Arbeiterfamilie hatte vor ihren eigenen Augen auch noch in späteren Jahren Bestand, während sie die Hauptdarstellung in der Mitte und die rechte Randszene aufgrund ihrer symbolischen Überfrachtung als "fatal" verwarf. Die unzerschnittene Platte variiert das Themades nicht in den Zyklus aufgenommenen Schlußblattes zu "Ein Weberaufstand":"Aus vielen Wunden blutest du, oh Volk" [#vgl. Ident. Nrn. 658-1912, AM 383-1971]. Während sich der Mittelteil auf beiden Radierungen gleicht, wurden die Seitenfiguren im späteren Werk durch zwei Szenen ersetzt. An Hand der Themen Selbstmord und Prostitution schildern sie die ausweglose Situation des Proletariats. Für die vermutlich durch Arbeitslosigkeit ins Elend gestürzte Familie links bietet sich als Ausweg nur der Strick. Das Triptychon sollte ursprünglich den Titel "Das Leben" tragen und wohl so etwas wie eine allegorische Gesamtschau auf die Lebensbedingungen des Proletariates geben. Der Druck gehört zu den wenigen von [Otto] Felsing gedruckten Exemplaren, die den Ausgaben des Verlags E. A. Seemann, Leipzig, vorausgingen.(Text: Sigrid Achenbach, Käthe Kollwitz (1867-1945). Zeichnungen und seltene Druckgraphik im Berliner Kupferstichkabinett, Ausst.-Kat. Kupferstichkabinett, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1995, S. 76, Kat.-Nr. 80)2025 digitalisiert aus Mitteln des Förderprogramms zur Digitalisierung von Objekten des kulturellen Erbes des Landes Berlin.