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Geburt Christi

Ident. Nr.: F 2588

ObjID: obj:3836531

Details (Expert)

Datierung
um 1530
Geografische Bezüge
Material / Technik
Majolika mit Bemalung
Abmessungen
Höhe x Breite: 27 x 21,5 cm

Objektbeschreibung

Relief aus Majolika, aufrecht viereckige Platte mit ganz flachem Giebel, in Blau mit metallglänzendem Gelb auf weißem Grunde bemalt. Unten in der Mitte das heilige Kind auf einem Töpfchen sitzend, in einem Strahlennimbus, links Maria, rechts Josef, beide in adorierender Haltung, dahinter ein knieender Hirtenknabe mit Dudelsack, und ein Stall mit Ochs  und Esel, in der Ferne zwei betende Hirten mit einer Lämmerherde, drei Bergkegel und eine ummauerte Stadt mit Turm; in den Lüften drei knieende Engel, die ein Spruchband mit der Inschrift: "Gloria in excelsis Dei" halten. Schmaler, erhabener Rand. Die Rückseite weiß glasiert.
Zettelkartei Slg. Figdor

Das Relief konnte nach dem II. Weltkrieg nur fragmentiert geborgen werden.
MAKR

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kunstgewerbemuseum

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Pokal mit Genien und Schraubfuß

Pokal mit Genien und Schraubfuß

Pokal aus farblosem Glas, der Fuß ist separat gefertigt und kann mittels eines tiefgeschnittenen Gewindes in den massiven Schaft eingeschraubt werden. Er ist am Fußrand mit umlaufenden Bögen in Schälschliff sowie einem versenkten und mattierten Spitzblattdekor verziert. Der Baluster des Massivschafts trägt einen Rundbogenfries, der Ansatz der becherförmigen, hohen Kuppa wiederholt den Spitzblattdekor, am Mündungsrand finden sich erneut Bögen in Schälschliff. Auf der Kuppawandung ist umlaufend in Tiefschnitt ein Reigen aus musizierenden Kinderbacchanten dargestellt. Aufgrund der fortgeschrittenen Glaskrankheit des oberen Pokalteils sind sie trotz des tief reliefierten Schnitts nur bei genauer Betrachtung erkennbar, feine Details wie die Gesichtszüge und dekorative Blumen oder Früchte verschwinden nahezu in dem Weiß. Ein Teil des Gewindes am Schaftende ist bereits weggebrochen. Der Fuß weist lediglich beginnende Zeichen der Glaskrankheit auf. Die Kombination aus Sujet und Dekorelementen auf dem Pokal spricht für eine Zuschreibung an die Werkstatt Gottfried Spillers (um 1663–vor 1728) und dürfte in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts datieren. Pokale aus zwei verschraubten Teilen gehören zu den seltensten Erzeugnissen der barocken Glaskunst. Man nimmt einerseits an, dass sie wegen ihrer raumsparenden Transportmöglichkeit geschätzt waren. Zum anderen rief sicherlich die technische Virtuosität ihrer Herstellung Bewunderung und Anerkennung hervor und brachte dem Eigentümer Prestige. Dieser Pokal ist der einzig überlieferte, der zweifelsfrei der Potsdamer Glashütte zugeschrieben werden kann. Ungewöhnlich ist hier, dass die Verschraubung nicht direkt unterhalb der Kuppa, sondern am Fuß positioniert ist (Dank an Wieland Kramer für diesen freundlichen Hinweis): Es ist gut denkbar, dass der Fuß nachträglich ergänzt wurde, indem einem Pokal mit Steckverbindung – ähnlich einem anderen Pokal im Bestand des KGM (Inv.-Nr. O-1964,46) – ein Gewinde eingeschliffen wurde. [Verena Wasmuth]MAKR