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Bildnisstudie des Albert de Ligne, Prinz von Barbançon und Arenberg

Ident. Nr.: KdZ 6852

ObjID: obj:3845544

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Anton van Dyck (1599 - 1641),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1627-1635
Provenienz
Prosper Henry Lankrink (1628-1692),
1692
Sir Joshua Reynolds (1723-1792),
406689
Jonathan Richardson (d. Ä.) (1665-1745),
402898
Thomas Hudson (1701-1779),
404055
John Postle Heseltine (1843-1929),
402721
Auktion Frederik Muller & Co. (John Postle Heseltine),
27./28.5.1913
Abmessungen
Blattmaß: 47,4 x 30,2 cm
Auflagekarton: 52,8 x 35,6 cm (historische Montierung)
Erwerbung
1913 als Schenkung eines Ungenannten erworben

Letzte Aktualisierung: 22.01.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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Nach dem Verlorenen Sohn ist der Teufel, der, während die Landarbeiter schlafen, Unkraut zwischen den Weizen sät, wohl das um 1600 am häufigsten dargestellte Gleichnis Jesu. De Gheyn zeigt sich in der Weise, wie die ganze Landschaft von einer Spannung ergriffen wird, die in der Hauptfigur kulminiert, als einer der führenden Manieristen. Obwohl Studienzeichnungen erhalten sind, in denen das Modell dem links am Baum Schlafenden ähnelt, wird jede Naturwahrheit zugunsten des Ausdrucks zurückgestellt. Von dem in Bewegungsrichtung des feindlichen Sämannes abschüssigen Feld über die bizarren Kopfweiden bis zu den Pilzen, die vorn ganz unwahrscheinlich auf dem frisch gepflügten Acker sprießen, kündigt sich Unheil an, das nicht nur durch den Teufel versinnbildlicht wird, sondern auch in den Hexenreitern am brodelnden Himmel, mit denen der Zeichner weit über den Bibeltext hinausgreift. Im scharfen Gegensatz dazu stehen rechts die idyllisch schlafende Gruppe und links die ruhigen Tiere, die schweren Säcke mit dem Saatgut und der nach dem reichlichen Mittagsmahl ruhende Arbeiter. In diesen Themen ist de Gheyn auf der Höhe der Zeit; auch andere Künstler wie vor allem A. Bloemaert zeichnen in diesen Jahren das bäuerliche Leben, wobei der Ton immer auf Muße und Verfall liegt. Die biblische Geschichte gibt de Gheyn die Möglichkeit, dies mit Zügen seiner Hexensabbat-Darstellungen zu verbinden, mit denen er Salvator Rosa vorangeht.Text: Gero Seelig in: Das Berliner Kupferstichkabinett. Ein Handbuch zur Sammlung, hg. von Alexander Dückers, 2. Auflage, Berlin 1994, S. 190, Kat. IV.31 (mit weiterer Literatur)