Logo

Ident. Nr.: V A 42608

ObjID: obj:39465

Details (Expert)

Beteiligte
Wilhelm Gretzer (1847 - 1926),
Sammler*in
Julius van der Zypen (1906/1907),
Mäzen*atin
Datierung
Inka 1400 - 1550
Geografische Bezüge
Material / Technik
Baumwolle
Abmessungen
Länge x Breite: 60 x 21 cm

Objektbeschreibung


Groups: 5 groups: CA, A,B,C,D

Colors: tans, green

Color combinations: monochrome, speckled, spiral

Strings: main, pendants,
Ply: all S
Diameter: main 3mm, pendants 1,5-2mm
Recto (tying pendant to mainstring)

Knots:1/1 endknots (like a single knot), 1/2 endknots (a single knot securing the pendant tied with only part of the pendant as active ), 8, long knots (S), single knots (S)

Letzte Aktualisierung: 17.03.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

Weitere Objekte aus den Sammlungen

樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.