Brandenburgischer Glasdeckel mit Vergoldung
Ident. Nr.: O-1982,84 b
ObjID: obj:4005585
Kontakt
Einrichtung:
Kunstgewerbemuseum
E-Mail:
kgm@smb.spk-berlin.deDetails (Expert)
- Beteiligte
- Datierung
- Herstellung: 1730-1750
- Geografische Bezüge
- Material / Technik
- Glas in Hilfsmodel geblasen, geformt, geschliffen, geschnitten, vergoldet
- Abmessungen
- Höhe x Durchmesser: 9,8 x 9,7 cmDurchmesser: 8,4 cm (Auflegerand)Wandungsstärke: 0,4 cm
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/4005585
Objektbeschreibung
Deckel aus farblosem Glas, innen mit Abriss, der verwärmte Rand
eingezogen, am Außenrand ein Fries aus geblänkten Kugelungen über einem
aufgemalten Goldstreifen, am Übergang zum Knauf ein versenkter und
mattierter Spitzblattfries, teilvergoldet, darüber eine facettierte und
vergoldete Trommelscheibe. Der Ansatz des proportional recht hohen
Knaufs ist eingezogen. Er besteht aus einem Massivbaluster, unten
wabenfacettiert, oben mit neuen polierten Längsfacetten, ebenfalls
vergoldet.
Der Deckel wurde fälschlich einem Pokal aus der Zechliner Glashütte mit
dem Bildnis Friedrichs II. (1712–1786) zugeordnet (Inv. Nr. O-1982,84
a), für den er allerdings zu klein ist; überdies müsste der
Spitzblattfries ebenfalls am Fuß, Schaft oder Kuppaansatz des Pokals
erscheinen, um mit dem Deckel zu korrespondieren – hingegen fehlt er
dort gänzlich. Der Deckel ist ein Zechliner Erzeugnis (ab 1737) oder
noch eines aus der Potsdamer Glashütte (vor 1736), die Dekorelemente
sowie die gute Vergoldung sprechen für eine Entstehung zwischen 1730 und
1750. [Verena Wasmuth]
MAKR
Letzte Aktualisierung: 06.07.2026
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kgm@smb.spk-berlin.de