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Kemnade Live

Ident. Nr.: N (68 F) 122/2025

ObjID: obj:4034757

Details (Expert)

Geografische Bezüge
Bochum,
Stadt
Material / Technik
Pappe, Karton, bedruckt, geklebt; Vinyl
Abmessungen
Durchmesser: 12 Zoll
Länge x Breite: 30,5 x 30,5 cm

Objektbeschreibung

Schallplatte; schwarz; im Zentrum schwarz-weiß-Fotografie einer Gruppe von Männern im Publikum mit gemusterten Halstüchern, die die an Kufiyas/"Palästinensertücher" erinnern; Titel der Platte darunter "Mitschnitte vom 5. Ausländerfestival Kemnade International am 23., 24. und 25. Juni 1978 auf der Wasserburg Haus Kemnade".

Die Schallplatte dokumentiert Mitschnitte vom internationalen Kulturfestival "Kemnade International", das vom 23. bis 25. Juni 1978 im "Haus Kemnade", einem Wasserschloss bei Bochum stattfand. Seit 1974 wurde dieses Festival jährlich vom Kunstmuseum Bochum und unter Einbeziehung migrantischer Gruppen und Kulturvereinen organisiert. Das Festival wuchs in den ersten Jahren seiner Existenz beständig und entwickelte sich zu einem zentralen Treffpunkt migrantischer Selbstorganisation im Ruhrgebiet in den 1970er Jahren. In einer Zeit, in der die Bundesrepublik sich offiziell noch nicht als Einwanderungsland verstand, bot das Festival Räume für Austausch, Solidarität und politische Artikulation - organisiert von einem Museum. 

Die "Kemnade International" war Teil einer frühen gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit Migration, Multikulturalismus und gesellschaftlicher Teilhabe. Die Schallplatte ist ein Zeugnis der sukzessiven Entstehung migrantisch geprägter Öffentlichkeit und der bundesdeutschen Einwanderungsgesellschaft.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."