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"Pumpaaj!"

Ident. Nr.: N (31 O) 14/2026

ObjID: obj:4071033

Details (Expert)

Geografische Bezüge
Belgrad,
Stadt
Material / Technik
Glas, bemalt
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 15 x 9 x 5 cm

Objektbeschreibung

Kleine Flasche; die Vorderseite ist horizontal in rote, blaue und weiße Farbfelder gegliedert (Farben Serbiens). Zwei aufgemalte Handabdrücke sowie ein handschriftlicher Schriftzug in schwarzer Farbe: „Svako za sobom svoje tragove ostavlja“ („Jeder hinterlässt seine eigenen Spuren.“)
Über die gesamte Oberfläche verteilt sind Fußabdruckmotive. Der Flaschenhals und die oberen Ränder sind grau gefasst. Auf der Rückseite befindet sich eine Karte Serbiens, auf der die Städte mit roten Linien verbunden sind. Darunter steht „Pumpaaj!“ (sinngemäß: „Durchhalten“/“Weitermachen“).

Das Objekt steht im Zusammenhang mit den serbischen Studierenden- und Bürgerrechtsproteste nach dem Einsturz des Bahnhofsvordach von Novi Sad mit mehreren Todesopfern im November 2024. Anschließend entwickelten sich die größten Proteste der serbischen Geschichte, die das ganze Jahr 2025 andauerten.

Nachdem der Bahnverkehr zuvor unter fadenscheinigen Gründen eingestellt worden war, erreichten viele Menschen die Massenkundgebungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Die Glasflasche verweist auf diese erzwungene Mobilität und trägt die Aufschriften „Svako za sobom svoje tragove ostavlja“ (Jeder hinterlässt seine Spuren) sowie „Pumpaaj!“, ein zentrales Protestmotto für Ausdauer und Druck.

Letzte Aktualisierung: 29.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."