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Bildnis einer Dame, aus: Recueil d'estampes d'après les plus célèbres tableaux de la Galerie Royale de Dresde, Bd. 2, 1757

Ident. Nr.: 34-2026

ObjID: obj:4194112

Details (Expert)

Beteiligte
Ausführung: Pieter Tanjé (1706 - 1761),
Stecher*in
nach: Anton van Dyck (1599 - 1641),
Maler*in
Entwurf: Charles François Hutin (1715-1776),
Zeichner*in
Datierung
Herstellung: 1757
Material / Technik
Kupferstich
Abmessungen
Blattmaß: 26,8 x 19,5 cm
Bedruckte Bildfläche: 23,7 x 18,8 cm (nicht Plattenrand)
Erwerbung
2026 Schenkung aus Privatbesitz

Objektbeschreibung

Der Kupferstich von Pieter Tanjé, einem holländischen Kupferstecher, entstand 1757 nach Anton van Dycks Gemälde Bildnis einer Dame von 1618 (Öl auf Eichenholz, 65,5 x 50,5 cm, Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gal.-Nr. 1023). Der Kupferstich gehört zu einer Serie mit Abbildungen der berühmtesten Gemälde der Dresdner Galerie, dem Recueil d'estampes d'après les plus célèbres tableaux de la Galerie Royale de Dresde, einer Vorform des heutigen Galeriekatalogs. Der 1750 begonnene Recueil umfasst einhundert Stiche von verschiedenen Künstlern. Der erste Band mit 50 Stichen erschien 1753, der zweite Band mit weiteren 50 (darunter diesem) erst vier Jahre später, 1757. Organisiert wurde die Drucklegung von Carl Heinrich von Heineken, dem damaligen Direktor des Dresdner Kupferstichkabinetts, zugleich Kenner, Sammler und Kunstschriftsteller. 

Die abgebildete Dame ist nicht identifiziert, auf dem Bild ist aber das Alter von 60 Jahren vermerkt ("AETATIS SVAE 60"). In der Dresdner Galerie befindet sich ein gemaltes Pendant mit dem Bildnis eines Mannes, vermutlich ihres Gatten. Für den Stich wurde zunächst eine Zeichnung nach dem Gemälde angefertigt, um diese anschließend auf die Kupferplatte zu übertragen. Dabei mussten die Dimensionen des Gemäldes ebenso angepasst werden wie die Farbwerte, die nun in ein Liniengeflecht aus Schwarz und Weiß übersetzt wurden. Diese vorbereitende Zeichnung wiederum stammt von einem französischen Künstler, Charles-François Hutin, zu der Zeit Direktor der Dresdner Kunstakademie. Das Gemälde in Dresden galt früher als Rubens, weshalb der Stich auch in der Rubens-Literatur zu finden ist.

Ein Exemplar dieses Stiches gehörte ursprünglich zu den Beständen des Berliner Kupferstichkabinetts, ging aber im 2. Weltkrieg während der Auslagerung verloren, wie so viele andere Drucke der holländischen und flämischen Schulen. Diese Schenkung aus Privatbesitz von 2026 schließt daher eine Lücke im Bestand.

Letzte Aktualisierung: 30.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Kupferstichkabinett

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