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Ident. Nr.: I D 3967 zu

ObjID: obj:4282783

Details (Expert)

Datierung
Qing (Mandschu) –Dynastie, vor 1881 (Ende)
Geografische Bezüge
China,
Land
Material / Technik
Holz
Abmessungen
Objektmaß: 90,5 x 93,5 x 32,5 cm

Objektbeschreibung

Dieses Modell gehört zu einer umfangreichen Schenkung (siehe ferner I D 3954-4183) der Kaiserlich Chinesischen Regierung, die sich auf Betreiben Max von Brandts an der "Internationalen Fischerei-Ausstellung zu Berlin" im Jahre 1880 beteiligt hatte.

Zur Verwendung solcher Bootsmodelle heißt es im Katalog :
"Die Fischer sind gewöhnlich in Gilden, Huei genannt, vereinigt; die bedeutendste Vereinigung bilden die Seefischer. Jede Gilde hat ihren eigenen Tempel, der gewöhnlich der Göttin des Himmels Kuan Yin oder Tien Hou geweiht ist. In jedem Tempel ist eine Bühne aufgeschlagen; ausserdem befinden sich in dem selben Gast- und Versammlungszimmer. Modelle von Fischerböten werden häufig vor den Altären dieser Tempel aufgestellt. Sie sollen den Göttern zur Beförderung dienen ebenso wie die Altäre mit Speisen für deren angeblichen Unterhalt geschmückt werden."

Aus: China. Imperial Maritime Customs. Ill.-Miscellaneou Series: No. 9.
Special Catalogue of the Ningpo collections of exhibits for the International Fishery Exhibition, Berlin, 1880. Preceded by a description of the fisheries of Ningpo and the Chusan Archipelago. With versions in French an German. Shanghai, 1880. Seite 98.
Siehe auch: Thiele, Peter: Chinaspezifische Ausstellungen in Berlin von 1880 bis zur Gegenwart.
Publiziert ferner in: Rousselle. E. Schiffahrt und Fischerei des chinesischen Volkes. Sonderdruck aus Sinica XVI, Wittich'sche Hofbuchdruckerei, Darmstadt, 1941, S: 18, Abb. 8. (Kommentar Siegmar Nahser, 2009)

Letzte Aktualisierung: 28.09.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

樹皮衣

Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.