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Applikation: anthropomorpher Kopf; Fineline Painting: polymorph geometrisch

Ident. Nr.: V A 47923

ObjID: obj:44780

Details (Expert)

Beteiligte
Wilhelm Gretzer (1847 - 1926),
Sammler*in
Julius van der Zypen (1906/1907),
Mäzen*atin
Datierung
Moche 0 - 600
Geografische Bezüge
Trujillo,
Stadt
Moche,
Kultur
Material / Technik
Ton
Abmessungen
Objektmaß: 25 x 13,3 x 19,2 cm

Objektbeschreibung

Form: kugelförmig mit Standring, anthropomorphe Applikation, Steigbügelausguss auf der Rückseite der Applikation
Farbe/Technik: roter Scherben, rotbraun und cremefarben engobiert, rotbraun bemalt (Fineline-Technik), Relief
Steigbügelausguss: rotbraun engobiert
Gefäßkörper: cremefarben engobiert, Bemalung mit rotbraunen Streifen, die Textilbänder darstellen, Standring rotbraun
Applikation: anthropomorpher Hals und Kopf, phytomorpher Halsschmuck (Samen), Ohrschmuck, Gesicht rotbraun mit cremefarbenen Augen, Kopfbedeckung braun
Besonders: Fineline Painting
(Beatrix Hoffmann, 2008)

Letzte Aktualisierung: 17.06.2026

Kontakt

Einrichtung:

Ethnologisches Museum

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樹皮衣

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Attush-Gewänder werden aus Bastfasern, den so genannten Ohyo, hergestellt, die von der Ulme stammen, und sind eine der charakteristischsten Textilvarianten der Ainu. Der Stoff wurde hergestellt, indem die innere Rinde lebender Bäume vor dem Frühjahrswachstum geerntet, eingeweicht und dann die Fasern in Fäden gespalten und von Hand zu einem dichten, warmen, gelb-braunen Stoff verwoben wurden.Nachdem der Stoff gewebt und zu einem Kleidungsstück vernäht worden war, wurde es mit Stickereien und Applikationen aus Baumwollstoff und Garn verziert. Die Verzierungen waren ein wesentliches Merkmal der Ainu-Kleidung und ein visueller Ausdruck ihrer religiösen Überzeugungen.Einfache attush-Gewänder wurden für den täglichen Gebrauch hergestellt, aber aufwändigere Gewänder wie dieses Beispiel waren für zeremonielle Zwecke bestimmt. Sie wurden selten getragen und waren sehr wertvoll.Dieses Attush Gewand ist vermutlich aus Nesselfasern angefertigt. Es ist mit Applikationen in hell- und dunkelblauem Baumwollstoff und linearen Stickereien aus gefärbtem Nesselgarn versehen, sowie mit weißem, braunem, rotem, violettem und dunkelblauem Baumwollgarn bestickt. Die Stickereien reichen über die Applikationen bis auf dasGrundgewebe hinaus. Das, ist für die Gewänder der Ainu auf Sachalin eher ungewöhnlich. Für ein Frauengewand ist es ungewöhnlich prächtig, i.d.R. sind die Männergewänder die prächtigeren Stücke Publ.in: アイヌの工芸 Ainu no kôgei, Ausstellungskatalog, Tokyo National Museum, 1993, S. 109, Abb. 195.