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Winterthurer Kachelofen

Ident. Nr.: A (4 E 5)

ObjID: obj:501003

Details (Expert)

Datierung
1665
Abweichende Datierung: Aufbau nach dem Vorbild der Wiedererrichtung im MVK 1957
Geografische Bezüge
Abmessungen
Höhe: 2,52 m (Sockel: 51 cm)
Breite: 95 cm (unten)
Tiefe: 145 cm (unten)
Gewicht: ca. 600 kg (geschätzt)
Allgemein: Verpackt auf 12 Paletten

Objektbeschreibung

Der viereckige Ofen repräsentiert einen relativ seltenen Typus in der Reihe erhaltener Schweizer Kachelöfen. Schon zur Zeit seiner Erwerbung für die "Deutsch-ethnographische" Sammlung, die auf der Weltausstellung 1892 in Chicago gezeigt wurde, war der Ofen nicht mehr vollständig erhalten und nicht mehr an seinem Bestimmungsplatz. Seit 1894 ist er an mehreren Standorten des Museums für Volkskunde und seiner Vorgänger auf- und abgebaut worden. Ursprünglich gehörten dazu vermtl. noch ein Ofensitz und dahinter eine Wandverkleidung.
Aufbau nach dem Vorbild der Wiedererrichtung im MVK 1957. Bildprogramm auf 31 Füllkacheln mit 12 Monatsdarstellungen, 5 Berufsgattungen, 10 Lebensaltern, 4 Elementen und 6 Lisenen mit christlichen Tugenden, 7 Frieskacheln mit Wappendarstellungen von Schweizer Städten, eine Rollwerkkartusche mit Graf-Monogramm HG, der Jahreszahl 1665 und dem Namen und Wappen des ersten Besitzers Nikolaus Hedinger und seiner Ehefrau Anna Schmid.

Letzte Aktualisierung: 23.07.2026

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.