Ident. Nr.: II B 1319 a-c
ObjID: obj:503953
Details (Expert)
- Datierung
- Datierung: 1900
- Material / Technik
- Linden- oder Ulmenrinde, geflochten, Holz (Haselnuss?), beschnitzt
- Abmessungen
- Länge x Breite x Höhe: ca. 31 x 10 x 6 cm (ein Schuh)
- Permalink
- https://id.smb.museum/object/503953
Objektbeschreibung
Die ungebrauchten, gerade geflochtenen Rindenbastschuhe bzw. Ösenschuhe wurden aus zwei verschieden breiten Rindenstreifen geflochten. In einem Schuh stecken noch die beiden Flechtstöcke der Herstellung. Die geraden, ungeschälten Flechtstöcke sind auf einer Seite angespitzt. Offensichtlich wurden sie zum Flechten in etwas hineingesteckt, um die Schuhbreite zu fixieren. Dann wurde ein breiter langer Streifen frischen Rindenbasts mehrfach so um die Flechtstöcke geschlungen, dass er wie beim Weben eine Art „Kette" bildet, die quer zur Fußsohle verläuft. Mit einem deutlich schmaleren Rindenstreifen wurde die Sohle anschließend in Längsrichtung ausgeflochten. Um die Ferse wird ein kräftiger, schmaler Flechtstreifen herumgeführt, an der Fußspitze wurden die Flechtbänder teilweise verknotet. Die meisten Bastenden sind oben, auf der Fußseite der Sohlen zu sehen. Für den Gebrauch der Schuhe/Sohlen hat man anstelle der Flechtstäbe Schnüre durch die jeweils 4-5 Bänderschlaufen auf jeder Seite gefädelt. Damit wurden die Schuhe/Sohlen am Fuß befestigt.
Ein dicker, geschälter und geglätteter Pfriem aus hellem Holz (Fichte?) ergänzt das Ensemble. Er ist auf einer Seite stark angeschrägt/gespitzt. Solche Pfrieme wurden zur Rindengewinnung und zum Stopfen des Schuhs genutzt.
Die Schuhe wurden vermutlich aus Linden- oder Ulmenrinde gefertigt.
Die Schuhe wurden vor 1917 in Horki / Russland erworben. Heute gehört der Ort zu Belarus (Weißrussland).
Ein dicker, geschälter und geglätteter Pfriem aus hellem Holz (Fichte?) ergänzt das Ensemble. Er ist auf einer Seite stark angeschrägt/gespitzt. Solche Pfrieme wurden zur Rindengewinnung und zum Stopfen des Schuhs genutzt.
Die Schuhe wurden vermutlich aus Linden- oder Ulmenrinde gefertigt.
Die Schuhe wurden vor 1917 in Horki / Russland erworben. Heute gehört der Ort zu Belarus (Weißrussland).
Letzte Aktualisierung: 12.12.2025
Kontakt
Einrichtung:
Museum Europäischer Kulturen
E-Mail:
mek@smb.spk-berlin.de