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Männerkappe ("Crnogorska kapa"/"Montenegrinische Mütze")

Ident. Nr.: II B 1340

ObjID: obj:503974

Details (Expert)

Beteiligte
Eugen Preuss (1936),
Sammler*in
Datierung
Spätes 19./frühes 20. Jahrhundert
Geografische Bezüge
Material / Technik
Seide, Goldstickerei

Objektbeschreibung

Schwarze Seidenkappe mit Goldstickerei auf rotem Stoff.

Es handelt sich um eine sog. "Crnogorska kapa", die für Montenegro charakteristisch ist. Sie zeigt das kyrillische Monogramm von Nikola I. unter 5 Halbkreisen. Die Kappe hat eine runde Form und besteht aus einer Krempe aus schwarzer Seide, die „Deravija“, und einer Krone aus rotem Filz, die „Tepelak“ oder „Tepeluk“ genannt wird. Im Gegensatz zur Form und Farbgebung, die deutlich älter sind und auch in anderen Regionen des ehemaligen Jugoslawiens existieren, entwickelten und standardisierten sich die Stickereien erst später.  

Ab den 1830er Jahren war die Kappe Teil der Ausstattung der sog. "Perjanci", der Leibgarde des Fürsten. Ab den 1850er Jahren, während der Herrschaft von Fürst Danilo Petrović Njegoš, wurden die Initialen des Fürsten die Kappen auf die Kappen der Perjanci gedruckt. Dies wurde unter seinem Nachfolger, Fürst Nikola Petrović Njegoš, dem späteren König Nikola I, fortgesetzt. 

Bis 1878 waren weite Teile des heutigen Montenegro zumindest offiziell Teil des Osmanischen Reiches. Durch die Beschlüsse des Berliner Kongresses wurde das unabhängige Fürstentum Montenegro geschaffen, das 1910 in ein Königreich umgewandelt wurde. König Nikola, der bereits seit 1860 als Fürst regierte, unterstützte zu Beginn des Ersten Weltkriegs im Sommer 1914 Serbien und damit die Entente. Im Januar 1916 eroberte Österreich-Ungarn Montenegro in einem kurzen Feldzug, worauf eine zweijährige Besatzungszeit folgte. Nach 1918 geriet Montenegro als Teil Serbiens unter das neugeschaffene Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dem späteren Königreich Jugoslawien.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.