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Holzteller

Ident. Nr.: II B 2916

ObjID: obj:505555

Details (Expert)

Geografische Bezüge
Ukraine,
Land
Polen,
Land
Material / Technik

Objektbeschreibung

Holzteller geschnitzt, mit eingelegten blauen Glasperlen.

Während in Erwerbungs- und Katalogbuch zur Herkunft "Ruthenen" bzw. "Ukrainer" steht, ist auf der Rückseite des Tellers mit  Bleistift "Huzulen" vermerkt. In der Tat handelt es sich um eine typisch huzulische Schnitzarbeit. 
Das huzulische Kunsthandwerk erlebte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert einen regelrechten Boom, v.a. durch die Nachfrage des Bürgertums in städtischen Zentren des Habsburgerreiches und in Museen in ganz Europa. Diese Entwicklung ist auch verbunden mit dem Werk des Holzschnitzers Jurij Skribljak aus dem Dorf Javoriv. Er war der erste huzulische Kunsthandwerker, der kommerziell, nicht ausschließlich für kultische Zwecke und vor allem unter Verwendung seines eigenen Namens produzierte. In seiner Folge entwickelte sich die Intarsienkunst zu neuer Blüte inkl. der Ergänzung der Ornamentkompositionen durch Elemente wie Glasperlen, Blech, Draht oder Horn.     

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!

Querformat. Oben in der Mitte auf Wolkenkissen Maria Hilf. Dunkler Himmel, im Hintergrund Bäume. Im Vordergrund ein Fluss, links geschwungener Holzsteg, aus dem ein Stück fehlt. Im Fluss schwimmend Fuder mit zwei Pferden bespannt, Frau, Mann auf Holzstück und Kind, sich an einem Brückenpfahl haltend. Rechts am Ufer festgemacht, wohl Schiffsmühle. Unter der Darstellung Schriftband: Anno 1818. Seynd wir durch die Vorbitt der Gnaden Mutter in der Steinfelsen von der Augenscheinlichen Todesgefahr, die zu Mamminger Isar Prüken erfolgten stürzung, getrohet hat, gerettet worten. Zur danksagung hat dise Dafel Simann Gigisreiter 1/4 bauer in buebach, und desen Eweib Maria Anna geopfert!Durch die untere Häfte dieses Votivbildes schimmert ein Älteres durch. Man erkennt vor einem großen Hause einen bespannten Wagen mit zwei Männern. Am rechten Rand: 1786 EXVOTO (?)Die Votivtafel wurde im August 1968 in Gemäldegalerie gerönt und infrarot aufgenommen. Wagen von links mit 2 Pferden und Reiter stößt gegen den mit 4 Pferden bespannten Heuwagen. (?) Reiter des Sattelpferdes blickt zurück zu einem Mann, der vor die Hinterräder gefallen ist. Auf Hausgiebel kleine stehende Muttergottes. Druch die Aufnahme die Lesung der Inschrift bestätigt.