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Spinnrocken (Hurka) mit drei Zinken

Ident. Nr.: II B 4400

ObjID: obj:507059

Details (Expert)

Beteiligte
Gustav Adolf Küppers-Sonnenberg (1894-1978),
Sammler*in
Geografische Bezüge
Material / Technik
Holz
Abmessungen
Länge x Breite: 35 x 12 cm

Objektbeschreibung

An einem sog. "Rocken" (bulg. Хурка/Hurka) wird beim Spinnen die Wolle oder andere, noch unversponnene Fasern befestigt. Es gibt drei charakteristische Rockentypen. Hier handelt es sich um einen sog. "Stehrocken" (vgl. Vakarelski, S. 147). Die am Kopf ursprünglich vorhandene und ebenfalls ans Berliner Museum verbrachte Wolle ist nicht mehr vorhanden. 

Der Rocken wurde im Rahmen eines Aufenthalts des Sammlers G.A. Küppers bei den Karakatschani-Hirten gesammelt. Küppers fuhr bei seiner letzten Reise im Jahr 1939 in die Hochebenen des Balkangebirges zu den hier lebenden Karakatschani-Hirten ("Karakatschanen"). Die Karakatschani (bulg: каракачани; griechisch: Sarakatsani/Σαρακατσάνοι) lebten bis ins mittlere 20. Jahrhundert als nomadische Gruppe, die vergleichsweise isoliert von ihrer Umgebung lebte und entsprechend viele kulturelle Eigenheiten bewahren konnte. Die von Küppers besuchten Personen wanderten offenbar zwischen dem Balkan- und dem Strandzagebirge. In den späten 1950er/frühen 1960er Jahren wurden die Karakatschani in Bulgarien gezwungen, den nomadischen Lebensstil aufzugeben (Zwangsaufgabe der Herden, Steuern, Arbeitsdienste, Integrierung in die Kooperativen etc. führen zum Niedergang sozialer Strukturen und kulturelle Praktiken). Durch Grenzziehungen im 20. Jahrhundert, spätestens aber durch die Trennung der griechisch-bulgarischen Karakatschani durch den "Eisernen Vorhang" wurde der transhumane Lebensstil zudem stark eingeschränkt.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."