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Handikone, Konstantin und Helena

Ident. Nr.: II B 4575

ObjID: obj:507235

Details (Expert)

Beteiligte
Gustav Adolf Küppers-Sonnenberg (1894-1978),
Sammler*in
Gustav Adolf Küppers-Sonnenberg (1894-1978),
Vorbesitzer*in
Material / Technik
Holz, Kreidegrund, bemalt, Metall
Abmessungen
Höhe x Breite x Tiefe: 36 x 26 x 3,5 cm

Objektbeschreibung

Ikon, Konstantin und Helena (Handikon).

Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte die Prozessionsikone im Juni 1939 im thrakischen Strandža-Gebirge südlich von Burgas am Schwarzen Meer.  Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Sozopol, Zarewo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt). 

Das Objekt steht vermutlich im Zusammenhang mit den "Nestinari" und dem Ritual der "Feuertänze", bei dem solche Ikonen getragen wurden. Das Ritual, bei dem mit Ikonen wie dieser in einer Art Trancezustand über glühende Kohlen getanzt wird, ohne dass die Tänzer*innen Verbrennungen davontragen, hat einen bislang nicht gänzlich aufgeklärten Ursprung. Eine lange unterstellte Verbindung zum antiken Dionysios-Kult wurde von der neueren Forschung zurückgewiesen. In den multikonfessionellen Dörfern entlang der osmanischen Schwarzmeerküste (auf Griechisch sind die Nestinari bekannt als "Anastenaria") wurde der Feuerlauf von Griechen und Bulgaren gleichermaßen und zu verschiedenen Anlässen praktiziert, besonders zum Fest des Heiligen Konstantins und der Heiligen Helena am 21. Mai

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."