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Ident. Nr.: II B 8763

ObjID: obj:509542

Details (Expert)

Datierung
1870 - 1880
Abmessungen
Länge x Breite: 140 x 90 cm

Objektbeschreibung

Dieser kaftanähnliche Mantel, bosnisch anterija, war charakteristisch für die städtische Kleidung wohlhabender muslimischer Frauen. Charakteristisch sind u. a. die Hängeärmel des Gewandes, das mit einem Brokatgürtel durch eine Schließe (hier nicht original) zusammengehalten wird.
Je nach Standes- und Religionszugehörigkeit der Träger unterschieden sich die Stadttrachten, die typisch für Sarajewo Anf. des 20. Jh. waren und noch bis zum 1. Weltkrieg getragen wurden.
Obwohl Bosnien-Herzegowina damals zu Österreich-Ungarn gehörte (1879-1918), zeigen Objekte dieser Art – besonders der Schnitt – zusammen mit den Kopfbedeckungen (fes), Gesichtsschleiern, Pumphosen etc. den Einfluss osmanisch-orientalischer Kultur, denn von 1463 bis 1878 gehörte Bosnien zum Osmanischen Reich. Oft wurden diese Textilien in Thrakien, ebenfalls damals unter osmanischer Herrschaft, gefertigt und nach Albanien und Bosnien verhandelt.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."