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Ein Lied.

Ident. Nr.: II B 6386

ObjID: obj:510885

Details (Expert)

Beteiligte
Wasiliev,
Verleger*in
Datierung
1892
Abmessungen
Höhe x Breite: 37 x 44,4 cm

Objektbeschreibung

Querformat. Ein Lied:
Schilt mich nicht, geliebte Mutter,
dass ich ihn so sehr geliebt.
Traurig, traurig, meine Liebe,
lebt sich's ohne ihn allein.
Weiß ich denn, was jetzt geschehen
ist mit deinem armen Kind!
Und warum mein Herz so wild ist
sich so quält, sich sehnt nach ihm?
Alles ist in mir verzweifelt,
alles unlieb, öd und kalt,
und ich selbst brenn wie im Feuer,
ach, ich sehne mich nach ihm!
In den Nächten wie am Tage,
und im Wachen, wie im Traum,
trüben Tränen mir die Augen,
fliegen möchte ich zu ihm.
O, ich brauche keine Kleider,
keinen Schmuck und keine Zier,
seine Locken, seine Blicke
nur allein sind teuer mir.
Ach erbarm dich, liebste Mutter,
Schilt mich nicht, versteh mich recht,
ihn zu lieben ist mein Schicksal,
ihn zu lieben mein Geschick.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

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Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."