Logo

Ident. Nr.: II B 6627

ObjID: obj:511217

Details (Expert)

Datierung
um 1860
Abmessungen
Länge: 42 cm
Breite: 12 cm (Schulterbreite)

Objektbeschreibung

Oberstoff atlasbindige blaugrundige Halb-Seide, bedruckt mit Blütenrankenmotiven in Rot, Magenta, Grün und Gold. Futterstoff leinenbindige, weiß-orange und braun karierte Baumwolle. Appliziertes Band aus leinenbindiger, weißgrundiger Seide mit roter Ripsborte und roten, schwarzen, gelben und grünen broschierten Blütenmotiven. Stickerei und Aufnäharbeit nach Vorzeichnung in Form dreier palmettenartiger Medaillons auf dem Rückenteil, handgefertigtes orangerotes Flechtband aus Harraswolle ist in Form von Schlingen und Spiralmotiven mit Vorstichen aufgenäht und teilweise von kleinen Punkten in Plattstichstickerei umgeben. Am unteren Rand des Medaillons ist je ein dickes Büschel offener Harraswolle als lockerer Pompon aufgenäht und durch je einen Trachtenknopf (nicht sichtbar) gehalten. Metallspitze handgeklöppelt aus Silberlahn und -gespinst über Baumwollseele in Form von Leinenschlagfächern, Randschlag und Löchergrund.
Schnitt und Nahtverbindungen: Zwei weit über den Rücken reichende Vorder- und ein tailliertes Rückenteil sind von Hand mit Steppnaht geschlossen und ganz abgefüttert. Am vorderen V-Ausschnitt sind vier Knopflöcher aus orangefarbener Wolle in Knopflochstich eingearbeitet. Sie kann mit vier Trachtenknöpfen geschlossen werden.

Letzte Aktualisierung: 12.12.2025

Kontakt

Einrichtung:

Museum Europäischer Kulturen

Weitere Objekte aus den Sammlungen

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754.

Querformat. Rechts oben rotgesäumtes Lichtloch, auf Wolkenkissen stehend Mutter Gottes, auf der Rechten das Kind, auf der Linken Traube. Von ihr je ein Strahl zu den beiden Verunglückten. Im Hintergrund Baumgruppen, beiderseits eine Kapelle. Im Mittelpunkt ein gezäunter Weg. Auf diesem hält eine Karosse mit zwei Schimmeln und Kutscher, die beiden Fahrgäste als Zuschauer am Zaun. Im Vordergrund Grasfuder mit zwei durchgehenden Pferden. Vom Wagen stürzt ein Mädchen, neben den Pferden liegt eine Frau. Rechts vom Wagen der aufstakende Bauer. Unter der Darstellung breites Schriftband, weiß, beiderseits rot endend: "Anna Valtermayrin von Sollach wurde von zweyen Lauffenten Pferdten hinwech geworffen, Und Maria ihre Tochter von einen hoch-geladnen fueder herunder gestosßen. Weillen sie nun in so augensheinliher Leebens, gefahr imerdar zu Mariam nach Hehenkirchen Umb hilff gerueffen, seint sie bayde durch die mechtige vorbitt Mariä recht wunderbahrlich beym Leeben Und gesundheit erhalten worden. gott und Mariä sey eviger Danckgesagt, anno 1754."